DHV-Ministerranking: Olbertz vor Zöllner
Sachsen-Anhalt hat den besten Wissenschaftsminister. Die hochschul- und wissenschaftspolitischen Leistungen von Jan-Hendrik Olbertz (parteilos) wurden im aktuellen Ministerranking des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) mit einer Durchschnittsnote von 2,6 (im Vorjahr: 3,3) bewertet. Knapp dahinter folgen der Sieger der beiden Vorjahre, Jürgen Zöllner (Rheinland-Pfalz, SPD, 2,7/Vorjahr: 2,3), und Dietrich Austermann (Schleswig-Holstein, CDU, 2,8/Vorjahr: 4,5).
21.03.2007 Pressemeldung Deutscher Hochschulverband (DHV)Von Dezember 2006 bis Februar 2007 hatten die Mitglieder des DHV und alle an Wissenschaftspolitik Interessierten zum dritten Mal die Möglichkeit, im Internet die Wissenschaftsministerinnen und -minister in Bund und Ländern mit Schulnoten von 1 bis 6 zu bewerten sowie persönliche Kommentare abzugeben. An der Abstimmung haben rund 5.200 Personen teilgenommen. Bundesministerin Annette Schavan (CDU, 3,8/Vorjahr 3,6) landete auf dem 6. Platz. Die rote Laterne übernahmen Hamburgs Wissenschaftssenator Jörg Dräger (CDU) und Hessens Wissenschaftsminister Udo Corts (CDU), für deren Leistungen die Befragten die Durchschnittsnote 5,0 (Vorjahr: 4,9 bzw. 4,4) vergaben.
Aufsteiger des Jahres sind die Minister Dietrich Austermann und Jan-Hendrik Olbertz, die sich um zehn bzw. vier Plätze verbessern konnten. Minister Goppel (Bayern, CSU) hat sich ebenfalls um fünf Plätze nach vorne geschoben. Absteiger des Jahres sind die Minister Goebel (Thüringen, CDU) und Corts, die jeweils um elf bzw. vier Plätze abrutschten. Insgesamt stellten die meisten Befragten ihren Ministerinnen und Ministern ein schwaches Zeugnis aus: "Angesichts des Chaos, das an den Universitäten angerichtet wurde, und der Wiedereinführung bildungspolitischer Kleinstaaterei kann man nur kopfschüttelnd schlechte Noten verteilen", vermerkte ein Teilnehmer.
Keine Kommentare vorhanden