Dr. Eva-Maria Stange: "Umstellung auf europakonforme Studiengänge wird sich an der Qualität entscheiden"
"Die Vielzahl der bereits akkreditierten Bachelor- und Master-Studiengänge ist ein Gradmesser für den erfolgreichen Weg, den die sächsischen Hochschulen bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses gehen", sagte Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange im Vorfeld einer Podiumsdiskussion zum Thema "Der sächsische Weg nach Bologna: Chancen und Risiken" am heutigen Mittwoch an der TU Dresden. Sie sei zuversichtlich, dass Sachsens Hochschulen die erste Phase des Bologna-Prozesses, mit der Umstellung auf modularisierte Studiengänge, bis 2010 abschließen könnten.
11.07.2007 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus"Es ist richtig, dass die sächsischen Universitäten und Fachhochschulen die neuen Studiengänge ihren Profillinien entsprechend inhaltlich neu strukturieren. Das ist genau das, was Bologna will", so Dr. Stange. Bisher sei nahezu die Hälfte des Studienangebots an Universitäten und Fachhochschulen im Freistaat auf Bachelor- und Masterstudiengänge umgestellt. "Der Bologna-Prozess bedeutet für die sächsischen Hochschulen eine enorme Anstrengung. Dabei muss die Qualität der Studienangebote im Mittelpunkt stehen. Nur so ist die Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen zu sichern", betonte die Ministerin.
Die Qualitätssicherung sei eine Aufgabe, die die Hochschulen durch geeignete Instrumente kontinuierlich wahrnehmen müssten, auch über die erste Phase des Bologna-Prozesses im Jahr 2010 hinaus, sagte Dr. Eva-Maria Stange. Das neue Sächsische Hochschulgesetz, das im Frühjahr 2008 in Kraft treten soll, werde das Bologna-Hauptziel Qualitätssicherung und -steigerung gesetzlich verankern.
An den sächsischen Hochschulen konnten bisher 63 Studiengänge erfolgreich akkreditiert werden, 90 Studiengänge sind derzeit noch im Akkreditierungsverfahren. Insgesamt schließen inzwischen 244 Studiengänge in Sachsen mit einem Bachelor- oder Master ab. Bisher haben rund 700 Bachelor- und MasterabsolventInnen Sachsens Hochschulen verlassen.
Keine Kommentare vorhanden