Qualitätspakt Lehre

Drei Berliner Hochschulen sind in der 2. Runde beim "Qualitätspakt Lehre" erfolgreich

Freie Universität, Technische Universität und Universität der Künste haben in der 2. Runde der bundesweiten Ausschreibung im Rahmen des "Qualitätspaktes Lehre" den Zuschlag für ihre Anträge erhalten. Die drei Universitäten hatten rund 26 Mio. Euro für die Umsetzung ihrer Konzepte bis 2016 beantragt.

13.12.2011 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres gratuliert den Gewinner-Unis:"Der ´Qualitätspakt Lehre´ ist ein wichtiges Signal an die Wissenschaft für die Wertschätzung der Lehre, die im akademischen Alltag noch all zu oft im Schatten der Forschung steht. - Aus meiner Sicht hat es sich auch ausgezahlt, dass Berlin die Antragsteller durch Mittel des ,Masterplans - Ausbildungsoffensive´ finanziell bei der Vorbereitung und Erarbeitung der Konzepte unterstützt hat. Das zeigte schon das erfreuliche Abschneiden der Berliner Hochschulen in der 1. Runde. Durch das Ergebnis der 2. Runde sind nun alle Berliner Universitäten auf dem Siegertreppchen."

Die Berliner Hochschulen - darunter auch die Humboldt-Universität - hatten bereits bei der 1. Runde des "Qualitätspakts Lehre" sehr gut abgeschnitten: Acht der elf eingereichten Anträge staatlicher Berliner Hochschulen sind positiv entschieden worden. In der 2. Runde haben vier Hochschulen ihre überarbeiteten Anträge eingereicht.

Ein Gremium, dem sowohl in der Hochschullehre ausgewiesene Expertinnen und Experten als auch Bundes- und Ländervertreter angehören, hat die jetzt erfolgreichen Projekte aus 135 Einzel- und Verbundanträgen von 169 Hochschulen ausgewählt. In der Pressekonferenz der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz unter Vorsitz von Bundesministerin Schavan und Staatsministerin Doris Ahnen wurden heute die Gewinner der 2. Runde präsentiert.

Bund und Länder haben das "Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre" - so die förmliche Bezeichnung des "Qualitätspakts Lehre" - als dritte Säule des Hochschulpakts 2020 im Juni 2010 beschlossen. Der Bund stellt hierfür bis zum Jahr 2020 rund 2 Mrd. Euro zur Verfügung. Mit diesem Geld sollen Hochschulprojekte gefördert werden, die die Betreuung der Studierenden und die Lehrqualität in der Breite der Hochschullandschaft verbessern.

Die jetzt erfolgreichen Anträge der Berliner Universitäten umfassen konkrete Projekte zur Verbesserung des Studiums und der Lehre. Bei der FU enthält das Konzept "SUPPORT" unter anderem Vorschläge zur verbesserten Studieninformation, um einer falschen Fachwahl und einem folgenden Studienabbruch entgegen zu wirken und die Bereitstellung elektronisch gestützter Prüfungsverfahren, um die Prüfungsbelastung der Lehrenden zu senken. Die TU ist mit einem Vorschlag "Erste Klasse für die Masse" angetreten, der unter anderem ein zweisemestriges naturwissenschaftliches Orientierungsstudium mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit ("MINTgrün"), die erweiterte, qualifizierte Nutzung von E-Learning-gestützten Lehr- und Lernmethoden ("tu digit") und ein Mentoring im Hinblick auf das Studieren mit Kind ("tu study & buddy") vorsieht. Die UdK hat ein Konzept für ein Studium Generale zum Themenfeld Diversität eingereicht.

Die Maßnahmen können zunächst bis zum 31.12.2016 gefördert werden. Nach einer positiven Zwischenbegutachtung kann die Förderung bis zum Ende der Laufzeit des Programms am 31.12.2020 fortgesetzt werden.


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