Eindrucksvolle Leistungsbilanz der Studentenwerke
Die staatliche Unterstützung der 58 Studentenwerke ist weiterhin rückläufig. Mit Umsatzerlösen vor allem aus der Hochschulgastronomie und den Studierenden-Wohnheimen von insgesamt knapp 860 Millionen Euro erwirtschaften die hochschulunabhängigen Sozialunternehmen zwei Drittel ihrer Gesamteinnahmen von 1,307 Milliarden Euro selbst. Darauf macht das Deutsche Studentenwerk (DSW) als Bundesverband aller 58 Studentenwerke aufmerksam.
28.09.2010 Pressemeldung Deutsches Studierendenwerk"Die nahezu ausschließlich als Anstalten des öffentlichen Rechts organisierten Studentenwerke schaffen den Spagat zwischen staatlichem sozialen Auftrag und marktwirtschaftlicher Orientierung", kommentiert DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde. "Die Studentenwerke richten sich als moderne Sozialunternehmen konsequent am Markt sowie an den Bedürfnissen von Studierenden und Hochschulen aus."
Die finanzielle Unterstützung der Länder für die Studentenwerke ist nach DSW-Angaben drastisch gesunken. Machten die Zuschüsse oder Finanzhilfen der Länder im Jahr 1992 noch 24% der Einnahmen aus, sind es inzwischen weniger als 11%. Meyer auf der Heyde sieht diese Entwicklung mit Sorge: "Die Studentenwerke arbeiten äußerst erfolgreich. Das darf für die Länder aber kein Freibrief sein, um sich aus ihrer mittelbaren finanziellen Verantwortung für die Studierenden zu verabschieden."
In der neuen DSW-Broschüre "Studentenwerke im Zahlenspiegel 2009/2010" werden die Leistungen der 58 Studentenwerke dargestellt. Nach den Angaben betreiben die Studentenwerke an Deutschlands Hochschulen fast 790 Mensen und Cafeterien, bieten rund 181.000 Apartments oder Wohnungen in mehr als 1.000 Wohnheimen sowie rund 6.700 Kinderbetreuungsplätze in 205 Kindertagesstätten an.
42 Studentenwerke bieten psychologische Beratung für Studierende, 43 Studentenwerke haben eine Sozialberatung; 39 Studentenwerke beraten Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit. Im Auftrag von Bund und Ländern fördern die Studentenwerke die Studierenden mit BAföG; im Jahr 2009 wurden dafür 1,818 Milliarden Euro Fördermittel ausgezahlt. Die Studienfinanzierungsberatung für Studierende weit über das BAföG hinaus ist als neue Aufgabe in den vergangenen Jahren hinzugekommen.
58 Studentenwerke in Zahlen:
- 788 Mensen, Cafeterien, Restaurants, Bistros, Kaffeebars mit 217.398 Sitzplätzen, Jahresumsatz 2009: 359 Millionen Euro (+5% gegenüber 2008)
- 37 Studentenwerke mit Freitischen in den Mensen für bedürftige Studierende
- 181.239 Wohnheimplätze, 80% davon mit Internetanschluss, Monatsmiete durchschnittlich 204 Euro im Monat, einschließlich aller Nebenkosten
- 54 Studentenwerke mit rollstuhlgängigen Wohnplätzen
- 54 Studentenwerke mit besonderen Wohnangeboten für Studierende mit Kind
- 52 Studentenwerke mit Wohnraumvermittlung: Angebote von Privatvermietern an Studierende
- 1,818 Milliarden Euro BAföG im Jahr 2009 im Auftrag von Bund und Ländern (+14% gegenüber 2008)
- 22 Studentenwerke mit studentischer Arbeitsvermittlung
- 31 Studentenwerke mit Semesterticket
- Darlehenskassen mit günstigen Studienabschlussdarlehen oder Härtefonds für Studierende in finanziellen Notlagen in 48 Studentenwerken
- 6.691 Plätze in 205 Kinderbetreuungseinrichtungen: 3.429 Plätze für Kinder bis 3 Jahre, 2.707 Plätze für Kinder im Alter von 3 bis 6, 115 Plätze für Kinder ab 6
- 42 Studentenwerke mit psychologischer Beratung
- 43 Sozialberatungsstellen
- 39 Studentenwerke mit Beratung für Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit
- Ca. 800 studentische Wohnheimtutorinnen und -tutoren zur besseren Integration ausländischer Studierender in 46 Studentenwerken
- Kultur: 37 Veranstaltungssäle, 26 Theaterbühnen, 33 Probe- und Übungsräume für studentische Gruppen, 23 Fotolabors, 26 Galerien, 21 Kneipen mit Kulturprogramm, 24 Studentenwerke mit kulturellen Kursen bzw. Workshops, 25 Studentenwerke fördern Studentenclubs, 26 Studentenwerke mit Kultur-Festivals und -Wettbewerben
- 25 Studentenwerke mit Fitness- und Sportangeboten für Studierende
- 28 Studentenwerke mit frei zugänglichen Internetpools
Die Broschüre "Studentenwerke im Zahlenspiegel 2009/2010" zum Download (54 Seiten, PDF):
www.studentenwerke.de/pdf/ZSP_2009_2010_Internet.pdf
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