Einführung sozialverträglich ausgestalteter Studienbeiträge
Die Bedeutung der Gespräche mit allen Beteiligten über die Ausgestaltung sozialverträglich ausgestalteter Studienbeiträge in Bayern hat Wissenschaftsminister Thomas Goppel am Freitag in München nochmals hervorgehoben.
18.03.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und KunstGoppel: "Hochschulen, Studenten und Staatsregierung haben ein gemeinsames Ziel: Wir wollen die Qualität der bayerischen Hochschulen, die in allen bundesweitern Rankings immer wieder neu bestätigt wird, auch für die Zukunft sichern." Dafür seien die durch sozialverträglich ausgestaltete Studienbeiträge möglichen konkrete Verbesserungen im Studienalltag der Studierenden unverzichtbar: "Die Studienbeiträge versetzen als zusätzliche Gelder die Hochschulen in die Lage, die Studienbedingungen gezielt zu verbessern, etwa durch mehr Kleingruppenveranstaltungen, intensivere Studienberatung, studentische Tutorien oder längere Öffnungszeiten der Bibliotheken. Außerdem begründen Studienbeiträge auch ein neues Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden. Der Einfluss der Studierenden in der Hochschule wird steigen, die Lehre wird einen höheren Stellenwert bekommen", so der Minister. "Mein Ziel ist es, noch in diesem Jahr ein einvernehmliches Gebührenmodell gemeinsam mit den Hochschulen auszuarbeiten." Goppel weiter: "Oberste Priorität hat die sozialverträgliche Ausgestaltung der Beiträge, damit jeder leistungsfähige junge Mensch studieren kann. Es ist mir deshalb sehr wichtig, mit möglichst vielen Beteiligten über die konkrete Ausgestaltung im Gespräch zu bleiben."
Goppel betonte, die Bayerische Staatsregierung habe für die nächsten Jahre eine klare Priorität für die Hochschulen bei der Verteilung der Haushaltsmittel gesetzt. "Wir schließen einen Vertrag mit den Hochschulen, das sog. 'Innovationsbündnis Hochschule 2008', in dem festgesetzt ist: Planungssicherheit für die Hochschulen ohne Einsparverpflichtungen und 180 Mio. Euro zusätzlich für die Hochschulen aus Privatisierungserlösen. Wir haben für 2005 und 2006 mit insgesamt einer Steigerung von 7,2 % für die Hochschulen den höchsten Zuwachs im gesamten Staatshaushalt." Wenn immer wieder von Kritikern der Studienbeiträge gebetsmühlenartig wiederholt werde, der Staat wolle sich mit Einführung der Studienbeiträge aus der Finanzierung der Hochschulen zurückziehen, so sei das in Anbetracht dieser Zahlen nicht nachvollziehbar.
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