Einführung von Studienbeiträgen in Bayern

Nach dem gestrigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts, mit dem Karlsruhe den Weg für die Einführung von allgemeinen Studienbeiträgen frei gegeben hat, hat sich Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel am heutigen Donnerstag mit einem Schreiben an die Studierendenvertreter in Bayern gewandt. Dieses Schreiben, in dem Goppel betont, dass ihm an dem Dialog und Gespräch mit den Studierenden sehr liege, hat folgenden Inhalt:

27.01.2005 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

"Die Studienbeiträge werden sozial verträglich ausgestaltet und bleiben moderat. Und sie sollen Ihnen, den Studentinnen und Studenten, ganz konkrete Verbesserungen im Studienalltag bringen: Die Studienbeiträge sollen als zusätzliche Gelder und zu 100% bei den Hochschulen bleiben. Sie sind "Drittmittel für die Lehre", denn sie versetzen die Hochschulen in die Lage, die Studienbedingungen gezielt zu verbessern: durch mehr Kleingruppenveranstaltungen, intensivere Studienberatung, studentische Tutorien oder die Beschaffung von Studienliteratur, mehr Öffnungszeiten für Bibliotheken etc. Studienbeiträge begründen auch ein neues Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden. Als zahlende "Aktionäre" einer Hochschule werden die Studierenden weitaus selbstbewusster an ihrer Hochschule mitreden und -entscheiden. Die Lehre wird einen höheren Stellenwert bekommen.

Die Hochschulen sollen einen Freiraum bei der Erhebung der Beiträge erhalten. Absolute Obergrenze sind dabei 500 Euro pro Semester. Diese Höhe darf der Studienbeitrag an keiner Hochschule oder Fakultät im Erststudiengang überschreiten. Zuerst kommt es mir darauf an, dass jeder leistungsfähige junge Mensch studieren kann. Es ist mir sehr wichtig, mit möglichst vielen Beteiligten - Sie werden sagen: Betroffenen - über die konkrete Ausgestaltung im Gespräch zu bleiben. Deshalb werde ich in den nächsten Wochen das Gespräch mit Ihren Rektoren und Präsidenten, vor allem aber mit Ihnen - also den Studierenden - suchen."


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