Ernennungsurkunde für Professor Dr. Peter Dörrenbächer
Dr. Peter Dörrenbächer ist neuer Professor an der Universität des Saarlandes. Er wird das Fach Kulturgeographie vertreten. Am Montag (10.7.06) überreichte Staatssekretärin Dr. Susanne Reichrath Professor Dr. Dörrenbächer die Ernennungsurkunde.
10.07.2006 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur SaarlandNach dem Abschluss des Studiums der Geographie, Soziologie und Betriebswirtschaftlichen Organisationslehre an der Universität des Saarlandes arbeitete Peter Dorrenbächer als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Fachrichtung Geographie. 1991 promovierte er mit einer Arbeit über "Unternehmerische Anpassungsprozesse. Ein industriegeographisches Arbeitsmodell, dargestellt am Beispiel der Saarbergwerke AG". 1997 erhielt er die Venia legendi im Fach Anthropogeographie. Anschließend war er als Oberassistent und Hochschuldozent in der Fachrichtung Geographie beschäftigt. Darüber hinaus war er Lehrbeauftragter am Institut d'Études Politiques de Paris und hat Lehrstuhlvertretungen am Geographischen Institut der Technischen Universität München und am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeographie der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main wahrgenommen. 2003 wurde er zum außerplanmäßigen Professor an der Universität des Saarlandes ernannt.
Seit 2002 engagiert sich Prof. Dr. Dörrenbächer intensiv in der Lehre für den interdisziplinären Diplomstudiengang Historisch-orientierte Kulturwissenschaften an der Saar-Universität. Professor Dörrenbächer ist Mitglied mehrerer wissenschaftlicher Einrichtungen, u. a. geschäftsführender Mitherausgeber der Zeitschrift für Kanada-Studien.
Seine Forschungstätigkeit in den vergangenen Jahren konzentrierte sich auf Regionen-Bildungsprozesse (Institutionalisierung von Regionen) in Nord-Kanada und Westeuropa. In jüngster Zeit stand dabei die Entwicklung von Grenzregionen (v. a. SaarLorLux) im Mittelpunkt seines Interesses. Ein zweiter Schwerpunkt seiner Forschung betraf den Strukturwandel in altindustrialisierten Regionen in Deutschland und Frankreich.
Ein aktuell gemeinsam mit der Universität Luxemburg geplantes Forschungsprojekt soll die Entwicklungspotentiale eines grenzüberschreitenden Automotive-Clusters in der Großregion durch Wissens- und Technologietransfer ausloten. Dieses Forschungsvorhaben soll in enger Kooperation mit anderen Universitäten der Großregion und mit der Automobilzulieferindustrie in der Großregion realisiert werden.
Zukünftige Herausforderungen und Schwerpunkte der Lehre betreffen: Interdisziplinarität, Interkulturelle Kompetenz und Medienkompetenz durch Vernetzung, Internationalisierung, eLearning und Tele-Teaching.
Prof. Dr. Peter Dörrenbächer wird die Professur mit Wirkung vom 15. Juli 2006 übernehmen.
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