Fachhochschule Hannover erhält Zuwachs

Die Niedersächsische Landesregierung hat heute dem Vertragsentwurf zur Integration der Evangelischen Fachhochschule (EFH) in die Fachhochschule Hannover (FHH) zum 1. September 2007 zugestimmt. Vertragspartner sind das Land Niedersachsen, die Evangelischen Landeskirche Hannover sowie die Fachhochschule Hannover.

21.06.2006 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

"Die heute vom Kabinett gebilligte Integration sichert einen für die Zukunft unserer Gesellschaft wichtigen Ausbildungsbereich und bereichert das Bildungsangebot der Fachhochschule Hannover", betonte der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann im Anschluss an die heutige Kabinettssitzung.

"Die Landeskirche begrüßt diese Zusammenarbeit im Geist gemeinsamer Verantwortung von Staat und Kirche für ein soziales Niedersachsen und beteiligt sich daher an der Realisierung des Zielkonzeptes mit jährlich 1,5 Millionen Euro und den von ihr eingebrachten Sachleistungen", sagte der Präsident des Landeskirchenamtes, Eckhart von Vietinghoff. Von Vietinghoff hatte sich im Jahr 2005 an die Landesregierung gewandt, um über die Zukunft der Evangelischen Fachhochschule Hannover zu sprechen.

An den Gesprächen zwischen Landesregierung und Landeskirche waren auch die Präsidenten der EFH, Gregor Terbuyken, und der FHH, Werner Andres beteiligt. Wissenschaftsstaatssekretär Josef Lange beschrieb die Gesprächsatmosphäre als "vertrauensvoll und sehr konstruktiv".

Der heute von der Landesregierung gebilligte Vertragsentwurf beinhaltet im wesentlichen:

  1. Die EFH wird den Studienbetrieb zum Ende des Sommersemesters 2007 einstellen. Die Studienangebote der EFH werden vom Wintersemester 2007/2008 an von der FHH in eine neu eingerichtete Fakultät für Diakonie, Gesundheit und Soziales übernommen.

  2. Es ist sichergestellt, das die Studierenden der EFH ihr Studium an der FHH fortsetzen können.

  3. Nach dem Zielkonzept werden sechs Bachelor- bzw. Masterstudiengänge fortgeführt (siehe unten).

  4. Zur Umsetzung des Zielkonzeptes sind 27 Stellen für Lehrende und 18 Stellen für nichtwissenschaftliches Personal erforderlich.

  5. Soweit Personal zur Verwirklichung des Zielkonzeptes benötigt wird, ist das Land bereit, die entsprechenden Personen in den Dienst des Landes zu übernehmen. Im Übrigen verbleiben die Beschäftigten im Dienst der Landeskirche und werden bei der FHH tätig sein. Sie erhöhen die Kapazität an der FHH. Dies ist für eine Übergangsphase auch deshalb nötig, um allen bisher an der EFH Studierenden die Möglichkeit zu erhalten, ihr begonnenes Studium ordnungsgemäß abzuschließen.

  6. Die neue Fakultät wird am Standort der EFH in Hannover-Kleefeld eingerichtet; die Landeskirche wird der FHH zu diesem Zweck die Räumlichkeiten mietfrei und die benötigte Ausstattung kostenlos überlassen.

  7. Zur Finanzierung der Zielkonzeption bringt das Land den bisher an die EFH als Finanzhilfe geleisteten Betrag von 3,184 Mio. € jährlich ein. Eine Ausweitung des Landeshaushalts ist mit der vorgesehenen Integration der EFH nicht verbunden.

"Die Landeskirche trägt in verantwortungsvoller Weise dazu bei, das Studienangebot für soziale Dienstleistungen in Niedersachsen zu sichern. Sie beteiligt sich an der Realisierung des Zielkonzeptes mit den von ihr eingebrachten Sachleistungen und jährlich 1,5 Millionen Euro", erläuterte Stratmann.

Übersicht zu den nach der Zielkonzeption an der neuen Fakultät für Diakonie, Gesundheit und Soziales der FHH vorgesehenen Studiengängen


Evangelische Religionspädagogik mit dem Abschluss Bachelor
Pflege mit dem Abschluss Bachelor
Management für Gesundheitsberufe mit dem Abschluss Master
Heilpädagogik mit dem Abschluss Bachelor
Sozialwesen mit dem Abschluss Bachelor
Social Work mit dem Abschluss Master
Außerdem soll auch der bislang von der EFH in Kooperation mit dem Winnicott Institut angebotene Studiengang "Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie" weitergeführt werden.


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