Fachtagung zur Zukunft der hausärztlichen Versorgung in Baden-Württemberg

Die hohe Bedeutung ortsnaher Hausärzte, insbesondere für den ländlichen Raum, betonte der Ministerialdirektor im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Klaus Tappeser am 22. Oktober anlässlich einer Fachtagung zur Zukunft der hausärztlichen Versorgung in Baden-Württemberg in Stuttgart.

22.10.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Allgemeinmedizin ist leider immer seltener das Berufsziel junger Ärztinnen und Ärzte. Das Land möchte dem drohenden Hausärztemangel unter anderem mit dem Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin in Heidelberg entgegenwirken. Von hier aus soll ein landesweit hoher Standard in der medizinischen Ausbildung etabliert werden, der die Attraktivität des Hausarztberufes steigern soll", sagte Tappeser. Das Land fördere das Kompetenzzentrum für zunächst drei Jahre mit 500.000 Euro jährlich.

Auf der Fachtagung "Zukunft der hausärztlichen Versorgung in Baden-Württemberg" mit Vertretern aus Universitäten, der ärztlichen Selbstverwaltung, Verbänden und Behörden sollen Lösungswege im Hinblick auf die Sicherung und den Ausbau der Qualität der allgemeinmedizinischen Aus- und Weiterbildung sowie der hausärztlichen Versorgung erarbeitet werden.

Die Medizinstrukturkommission hatte empfohlen, die Abteilung für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung des Heidelberger Universitätsklinikums zu einem Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin auszubauen Darüber hinaus soll eine netzwerkartige Struktur etabliert werden, in der alle fünf medizinischen Fakultäten des Landes repräsentiert sind. Das Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin soll standortübergreifende Aufgaben im Hinblick auf die Forschung sowie auf die in der Approbationsordnung verankerten Anforderungen in der Lehre übernehmen. "Das Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin geht aus einer der bundesweit führenden Kliniken hervor. Es hat Modellcharakter für ganz Deutschland", sagte Tappeser.


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