Finanzielle Ausstattung der Hochschulen hat sich deutlich verbessert - Studierende an Verteilung der Gebühren beteiligt

Wissenschaftsminister Frankenberg hat heute (26. Mai) einen Zwischenbericht des Beirates zum Monitoring der Studiengebühren entgegen genommen. Der Wissenschaftsminister hatte das unabhängige 17-köpfige Gremium eingesetzt, um die Auswirkungen der Einführung von Studiengebühren längerfristig zu untersuchen.

26.05.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Mit den Studiengebühren haben wir Neuland betreten. Daher ist es besonders wichtig, ihre Auswirkungen auf die Studierenden und die Hochschulen zu be obachten. Ich werte die Empfehlungen des Beirates als positives Signal dafür, dass die Einführung der Studiengebühren im Land sozial verträglich angelaufen ist," sagte Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg am 26. Mai in Stuttgart. In Baden-Württemberg werden seit dem Sommersemester 2007 allgemeine Studiengebühren erhoben.

Der Beirat hat unter anderem festgestellt, dass die finanzielle Ausstattung der Hochschulen und Berufsakademien sich deutlich verbessert hat. Rund die Hälfte der Mittel wurde in zusätzliches Personal investiert. Dadurch konnten zum Beispiel Gruppengrößen verringert, Betreuungsrelation verbessert und die Ausstattung der Bibliotheken erweitert werden. Die Studierenden sind reibungslos in das Verfahren zur Verteilung der Studiengebühren einbezogen worden. Aus dem Bundesländervergleich des Statistischen Bundesamtes lässt sich kein Zusammenhang zwischen der Einführung von Studiengebühren und rückläufigen Studienanfängerzahlen entnehmen. Der Beirat fordert die Hochschulen ausdrücklich dazu auf, von der Möglichkeit, Hochbegabte zu befreien, umfassender Gebrauch zu machen.

Die Aufgabe des Beirates ist längerfristig angelegt. Die soziale und geschlechtsspezifische Zusammensetzung der Studierenden, das Interesse für bestimmte Fachrichtungen und die Auswirkungen auf ausländische Studierende sollen weiter beobachtet werden. Der Beirat wird das Ministerium über Veränderungen informieren und gegebenenfalls Empfehlungen geben. Das Land hatte bereits ab dem 1. Mai 2008 den Zins für die Studiengebührenkredite auf 5,5 Prozent gesenkt. Dieser Zinssatz bildet künftig eine Obergrenze, die nicht überschritten werden darf. "Diese Deckelung des Zinses wird im Sinne des Beirates zur Sozialverträglichkeit der Gebühren beitragen", sagte Frankenberg

Der Beirat zum Monitoring der Studiengebühren unter dem Vorsitz des international renommierten Völkerrechtlers Professor Dr. Eibe Riedel hatte seine konstituierende Sitzung am 7. Juli 2006. Mitglieder im Beirat sind unter anderem Vertreter der Hochschulen und der Studierenden, eine Vertreterin der Gleichstellungsbeauftragten und ein Vertreter der Kirchen. Unter den Bundesländern, die Gebühren erheben, hat nur Baden-Württemberg ein solches Gremium eingeführt. Der Beirat hat sich in bisher vier Sitzungen intensiv mit den Auswirkungen der Studiengebühren auf das Studierverhalten, die Zahl der Studierenden und eventuell eingetretenen Härtefällen auseinandergesetzt.


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