Frankenberg fordert langfristige Fortsetzung der Exzellenz-Initiative
Für die neun Landesuniversitäten verläuft die Exzellenz-Initiative des Bundes und der Länder laut Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg bisher sehr erfolgreich. „Nach der jüngsten Zwischenentscheidung im Exzellenz-Wettbewerb können die Landesuniversitäten in der zweiten Ausschreibungsrunde sogar noch besser abschneiden als in der ersten Runde.“ 22 Forschungsprojekte von sieben Universitäten sind in der Endauswahl. Damit liege Baden-Württemberg ganz an der Spitze, sagte Frankenberg am 22. Januar in Stuttgart vor Medienvertretern. Er forderte zugleich eine langfristige Fortsetzung der Exzellenz-Initiative, weil diese einen „starken Schub für Qualität und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Hochschulen bedeutet“.
22.01.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-WürttembergDie Gemeinsame Kommission hatte am 12. Januar bundesweit 92 Projekte in die Endauswahl für die zweite Runde der Exzellenzinitiative aufgenommen. Bereits begonnen hat indessen die Umsetzung der Graduiertenschulen, Exzellenzcluster und Zukunftskonzepte, die in der ersten Runde im Oktober 2006 bewilligt wurden. „Bisher können wir in Baden-Württemberg mit dem Verlauf sehr zufrieden sein“, sagte der Minister. „Acht Projekte aus dem Land werden bereits gefördert, darunter das wissenschaftspolitisch höchst innovative Zukunftskonzept der Universität Karlsruhe.“ Insgesamt 185 Millionen Euro fließen damit nun den Universitäten Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Konstanz und Mannheim über fünf Jahre zu, ein Viertel davon sind Landesmittel.
„Vor allem, dass nach dem Erfolg von Karlsruhe nun auch Freiburg, Heidelberg und Konstanz die Chance auf den Status der ‚Eliteuniversität’ haben, ist ein erfreulicher Beleg der hohen Leistungsfähigkeit unserer Hochschulen im Bereich der Forschung“, betonte der Minister. Von den Universitäten des Landes wurden in der zweiten Runde insgesamt 58 Antragskizzen vorgelegt. 22 von ihnen haben die Hürde zur Erarbeitung eines Vollantrags genommen. Frankenberg: „Damit liegen wir mit 38 Prozent klar über dem Bundesdurchschnitt der Erfolgsquote von 30 Prozent.“ Um nun mit guten Konzepten und Präsentationen die Gutachter vollends zu überzeugen, sei ein maximaler Einsatz jeder Universität erforderlich. Für die Ausarbeitung ihrer Vollanträge können die Universitäten zusätzliche Mittel beim Ministerium beantragen.
Der Exzellenzwettbewerb sei ein wichtiger Schritt nicht nur zur Stärkung der Forschung, sondern auch zu mehr Differenzierung und Wettbewerb im Hochschulsystem. „Er hat die Universitäten dazu gebracht, Zukunftsideen und Strategien über Fächergrenzen hinweg zu entwickeln.“ Diesen Impuls gelte es nun zu erhalten, und zwar auch dort, wo Projekte keinen Erfolg hatten. Hier sei eine gründliche Ursachenanalyse gefragt, gerade auch an den Universitäten Tübingen und Stuttgart, deren bisheriges Abschneiden in der Exzellenzinitiative nicht ihrer großen, vielfach belegten Forschungsstärke entspreche.
Nach dem Abschluss der laufenden Exzellenzinitiative wird die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bis November 2008 einen Bericht über die geförderten Vorhaben erstellen. „Auf dieser Grundlage werden die Länder zusammen mit dem Bund das Programm überprüfen und über dessen Fortsetzung ab 2009 entscheiden“, betonte der Minister. Daneben engagiere sich das Land neben der Forschung auch für Erhalt und Ausbau eines differenzierten und qualitätsvollen Studienangebots. „Die finanzielle Planungssicherheit durch den neuen Solidarpakt, zusätzliche Einnahmen durch Studiengebühren und das Programm ‚Hochschule 2012’ setzen hier neue Impulse gerade auch für die Universitäten.“
Keine Kommentare vorhanden