Frankenberg: Mehr Studienplätze erforderlich

Als "wichtigen Schritt zur Lösung der großen Aufgabe, mehr Studienkapazitäten zu schaffen", bezeichnete Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg das Gespräch zwischen Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan und den Hochschulministern der Länder am Abend des 2. Mai.

03.05.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Ich begrüße die in konstruktiver Diskussion erreichte Klärung der nächsten Verfahrensschritte auf der Basis der Zuständigkeiten von Bund und Ländern", sagte Frankenberg am 3. Mai in Stuttgart. "Angesichts der stark steigenden Studierendenzahlen brauchen wir in ganz Deutschland zusätzliche Studienplätze. Die Länder müssen dabei ihrer Verantwortung gerecht werden. Allerdings haben wir auf dem noch langen Weg einige Schwierigkeiten zu überwinden, die in dem enormen finanzpolitischen Umfang dieser Aufgabe, aber auch in unterschiedlichen Länderinteressen begründet sind."

Vor allem die Länder seien nach Auffassung aller Gesprächsteilnehmer gefordert, Konzeptionen für den Ausbau des tertiären Bildungssystems vorzulegen. "Dabei müssen die Länder finanziell weit mehr leisten, als sie der Bund im Gegenzug bei der Forschungsfinanzierung entlasten kann", betonte Frankenberg. Baden-Württemberg sei bei der Erledigung seiner Hausaufgaben schon weit vorangekommen. "Durch den ´Kongress Hochschule 2012´ im Februar haben wir die Diskussion mit den Hochschulen und der Wirtschaft in Gang gebracht, in welchen Bereichen zusätzliche Studienplätze geschaffen werden sollen. Das Land ist bereit, bis zum Nachfragegipfel in etwa sechs Jahren 16.000 zusätzliche Studienanfängerplätze zu schaffen. Die nun folgenden regionalen Dialoge sollen bis zum Jahresende genauere Erkenntnisse über den künftigen Bedarf im Land erbringen", so der Minister.

Ein Forschungsprogramm, mit dem der Bund die Länder entlasten werde, müsse in jedem Fall den entsprechenden Kriterien genügen, betonte Frankenberg. "Es darf dabei keine Regionalförderung entstehen, vielmehr müssen Inhalte und Qualität der Forschung im Vordergrund stehen."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden