Frankenberg würdigt "Wissenschaftssommer 2004"

Unerlässlich für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes ist neben der wissenschaftlichen Innovationskraft auch die Verankerung der Wissenschaft in der Gesellschaft und der funktionierende Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit." Dies sagte der baden-württembergische Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Prof. Dr. Peter Frankenberg, am 25. September in Stuttgart zum Start des "Wissenschaftssommers 2004". Die hochkarätige Wissenschaftsschau wurde in Anwesenheit von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn eröffnet.

25.09.2004 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Die von den führenden Wissenschaftsorganisationen getragene Initiative "Wissenschaft im Dialog" organisiert und koordiniert den "Wissenschaftssommer" in diesem Jahr vom 25. September bis 1. Oktober in Stuttgart unter dem Motto "Mobilträume - Mobilität & Kommunikation". Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), der Universität Stuttgart und weiteren Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft unternimmt es die Initiative, die vielfältigen Potentiale moderner Technik einem breiten Publikum auf attraktive Weise verständlich zu machen. Der Wissenschaftssommer ist der Höhepunkt des 2004 ausgerichteten Jahres der Technik. Veranstaltet wird dieses gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Initiative Wissenschaft im Dialog und dem Stifterverband für die deutsche Wissenschaft sowie 80 technisch-wissenschaftlichen Verbänden, repräsentiert durch den Deutschen Verband Technisch-Wissenschaft-licher Vereine. Die Landesstiftung Baden-Württemberg leistet mit einer finanziellen Förderung in Höhe von 500.000 Euro einen maßgeblichen Beitrag zur Realisierung des Wissenschaftssommers.

"Treibstoff der Köpfe"

"Forschergeist und Entwicklerdrang bilden den Treibstoff der Köpfe, mit dem unsere Wissenschaftler die Gesellschaft vorwärts bewegen", unterstrich Minister Frankenberg die Rolle von Wissenschaft und Technik für die Zukunftsfähigkeit des Hochtechnologiestandorts Deutschland. "Damit diese Kräfte zur Geltung kommen können, muss die Politik international wettbewerbsfähige Hochschul- und Forschungsstrukturen schaffen und in die Bildung und Ausbildung der Menschen investieren." Grundlage dafür sei, dass sich die Gesellschaft zu Leistung, Förderung von Eliten und wissenschaftlicher Exzellenz bekenne.

Besondere Bedeutung maß der Minister dem Dialog von Wissenschaft und Öffentlichkeit bei. "Die viel zitierte Wissensgesellschaft darf keine geschlossene Gesellschaft sein, die nur einem kleinen Zirkel von Eingeweihten zugänglich ist." Der Wissenschaftssommer leiste einen wertvollen Beitrag zur Vermittlung technischer und wissenschaftlicher Innovationen. "Dieses einzigartige Technikfestival lässt in einem attraktiven Programm die gesammelte Forschungskompetenz dieser Region und vieler Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland erlebbar werden", so Frankenberg. Gesellschaftliche Akzeptanz für wissenschaftliche Innovationen und der dringend benötigte qualifizierte Forscher- und Ingenieurnachwuchs könnten nur durch kritische Auseinandersetzung und kreative Konzepte gefördert werden: "Wir müssen schon frühzeitig bei den Kindern Neugier und Begeisterung für die Potenziale von Wissenschaft und Technik wecken."

Stuttgart und Land zeigen Kompetenzen

Die Regionen Stuttgart, Karlsruhe oder das Rhein-Neckar-Dreieck seien führende Forschungs- und Hightech-Standorte in Europa, so Frankenberg. "Als Stadt des Automobils und der Hochtechnologie ist Stuttgart prädestiniert für die Veranstaltung des Wissenschaftssommers unter dem Motto 'Mobilträume Mobilität & Kommunikation'".

Mittelpunkt des Wissenschaftssommers ist in der Stuttgarter Stadtmitte die große Zeltausstellung zum Thema "Mobilität und Technik" auf dem Schlossplatz, bei der über eine ganze Woche in Ausstellungszelten die vielfältigen Facetten der modernen Technik präsentiert werden, so z. B. Roboter, Kommunikationssysteme, Steuerungstechniken, Magnetschwebebahnen, Werkstoff-Forschung, Brennstoffzellentechnologie, Lasertechnik, ein Fußballroboter-Turnier oder das Virtuelle Science Center ("SCIENOX").

Um dieses Veranstaltungszentrum gruppieren sich diverse Ausstellungen:

  • auf der Königstraße u. a. zu den Themenbereichen Automobilbau, schienengebundener Verkehr und Luftfahrt;

 

  • in der Universität Stuttgart (Campus Stadtmitte und Campus Vaihingen) sowie im Hauptbahnhof der "Nano Truck", der "Science-Truck" und das rollende Genlabor "BioLab on Tour"; hier werden zusätzlich die Themen Nanotechnologie, "Wissenschaft und Technik" und Biotechnologie in besonders kompakter Form zum Anfassen und Miterleben vorgestellt.

 

  • Das Binnenmotorschiff "MS Technik", welches gefüllt mit Präsentationsobjekten zum Thema "Technik zur Erweiterung der Sinne" Anfang Juni zu einer Deutschlandtour gestartet ist, wird zusätzlich während des Wissenschaftssommers in Stuttgart an der Neckar-Anlegestelle Wilhelma vor Anker gehen.

Themenspezifische Vortragsreihen und Diskussionen, ein Wissenschaftsfilmfest, ein Schülerparlament, die Verleihung des Communicator-Preises und ein PUSH-Symposium des Stifterverbands (5 Jahre Public Understanding of Science and Humanities) runden als weitere Höhepunkte das Programm ab.

Als ganz besonderer Programmteil des Wissenschaftssommers können rund 50 Institute besucht werden, die im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften ihre Labors den Besuchern öffnen. Hierzu verkehrt ein kostenloser Shuttledienst vom Schlossplatz aus zu und zwischen den beteiligten Labors.

Nähere Informationen zum Programm finden sich unter der Internetadresse:
www.wissenschaft-im-dialog.de


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