Frauenanteil in MINT-Fächern nimmt weiter zu
Zum Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft am 11. Februar 2023.
10.02.2023 Baden-Württemberg Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-WürttembergVor 100 Jahren wurde Margarete von Wrangell an der Universität Hohenheim zur ersten Professorin Deutschlands berufen. Die studierte Botanikerin und Chemikerin promovierte 1909 an der Eberhard Karls Universität Tübingen und absolvierte unter anderem einen halbjährigen Forschungsaufenthalt bei Marie Curie in Paris. Um auf die Rolle von Frauen und Mädchen in Wissenschaft und Technologie aufmerksam zu machen, führte die Generalversammlung der Vereinten Nationen 2016 den Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft ein. Insbesondere die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) stehen dabei im Fokus, da hier der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften besonders groß ist.
Nach Erkenntnissen des Statistischen Landesamtes nimmt der Frauenanteil an den Studierenden in den MINT-Fächern weiter zu. So waren im Wintersemester 2021/22 gut 31 % der 141 400 MINT-Studierenden an den baden-württembergischen Hochschulen weiblich. Zehn Jahre zuvor waren es noch knapp 28 %. Absolut gesehen geht die Anzahl der MINT-Studierenden jedoch zurück, und zwar um knapp 3 % bei den Männern und gut 1 % bei den Frauen im Vergleich zum Wintersemester 2020/21. Bei den Studienanfängerinnen und -anfängern im ersten Hochschulsemester war der Rückgang sogar noch größer. Hier betrug er in den MINT-Fächern jeweils knapp 7 % für Frauen und Männer gleichermaßen. Zwar gingen auch in den übrigen Fächern die Studienanfängerzahlen zurück. Doch der Rückgang war dort wesentlich geringer (Männer: −0,3 %, Frauen: −4 %).
Knapp 100 Jahre nach der Berufung von Margarete von Wrangell lehrten und forschten an den Hochschulen in Baden-Württemberg insgesamt 1 820 Professorinnen, 523 von ihnen in einem MINT-Fach. Dies entsprach einem Anteil von gut 16 %.
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