GEW: Klares Nein zu Studiengebühren
Die GEW Thüringen lehnt die Einführung von Studiengebühren ab. "Der Staat soll die öffentlichen Hochschulen aufgabengerecht mit Sachmitteln und Personal finanzieren, damit ein Studium mit hoher Qualität absolviert werden kann. Das ist seine ureigenste Aufgabe", sagte der Thüringer GEW-Landesvorsitzende Jürgen Röhreich.
23.05.2006 Thüringen Pressemeldung GEW ThüringenDie Taktik des Ministerpräsidenten ist sehr durchsichtig: Mit dem Versprechen, keine Studiengebühren bis 2009 einzuführen, will er sich eine gute Grundlage für die nächste Wahl sichern. Nun lässt er die Katze aus dem Sack. Wird die Zusage, dass es eine gleichzeitige Absenkung der Landesförderung nicht geben werde, auch nur eine "vorübergehende" sein?
Die GEW Thüringen befürchtet, dass durch die Einführung von Studiengebühren die Zahl der Studierenden an Thüringer Hochschulen abnehmen wird und junge Menschen abgeschreckt werden, ein Studium aufzunehmen, wie Beispiele aus anderen Ländern zeigen. "Mit Studiengebühren wird die soziale Auslese im Thüringer Bildungswesen um eine Stufe erweitert", sagte Röhreich abschließend. Thüringen braucht mehr Studierende und Hochschulabsolventinnen und -absolventen, als es bereits heute gibt, um seinen Fachkräftebedarf zu decken, das Land weiter zu entwickeln und an das wirtschaftliche Niveau der westlichen Bundesländer anzuschließen.
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