Hochschule

GEW unterstützt Proteste gegen höhere Studienkosten

In Schleswig-Holstein demonstrieren am Freitag, den 4. Dezember 2025, Studierende zum dritten Mal in diesem Jahr gegen die hochschulpolitischen Pläne der Landesregierung. Unter anderem richtet sich die Demonstration gegen den geplanten Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 60 Euro pro Semester.

04.12.2025 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein
  • Studierende sitzen in einem Hörsaal einer Universität. © Adobe Stock Das Geld, das die Regierungskoalition seinen Hochschulen bis 2029 bereitstellt, reicht bei weitem nicht aus.

Die Demonstration, zu der auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft aufgerufen hat, beginnt um 12 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Campus der CAU Kiel und zieht anschließend zum Landeshaus. Dort sollen die Abgeordneten nächste Woche die Gesetzesänderungen beschließen, die unter anderem einen Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 60 Euro pro Semester durch die Studierenden vorsieht. 

Unterstützung erhalten die Studierenden von der GEW, die ihre Mitglieder ebenfalls zur Teilnahme an der Demonstration aufgerufen hat. "Schon jetzt können sich immer weniger junge Menschen ein Studium leisten. Das Studium mit zusätzlichen Kosten zu belegen, ist ein schwerer Schlag gegen Bildungsgerechtigkeit und verstärkt die soziale Schieflage an Schleswig-Holsteins Hochschulen", sagte die Co-Landesvorsitzende der Gewerkschaft, Franziska Hense. Laut Hense wäre dieses Vorhaben Grund genug, die Hochschulpolitik der schwarz-grünen Landesregierung als ungenügend durchfallen zu lassen. Für Hochschulen, ihre Beschäftigten und die Studierenden kommt es aber noch schlimmer. 

Das Geld, das die Regierungskoalition seinen Hochschulen bis 2029 bereitstellt, reicht bei weitem nicht aus. Wie die Hochschulen selbst deutlich gemacht haben (Niederschrift 20/50), stehen mit den vorgesehenen Finanzmitteln des Landes ganze Studiengänge, viele Arbeitsplätze und natürlich auch die Studienqualität auf dem Spiel. Die Studierenden erhalten für 60 Euro pro Semester mehr also schlechtere Studienbedingungen. Die Wissenschaftler:innen an den Hochschulen müssen sich hingegen noch stärker um ihren Arbeitsplatz sorgen. „Es ist deshalb richtig, dass die Demonstrierenden nicht nur die Verwaltungsgebühren kritisieren, sondern das Land auch auffordern eine ausreichende Hochschulfinanzierung sicherzustellen.“, bekräftigte Franziska Hense. „Wir werden der Landesregierung auch nach Einführung der Verwaltungskostenbeiträge keine Ruhe lassen und mit Beschäftigten und Studierenden eine ausreichende Finanzierung, wie auch gute Arbeits- und Studienbedingungen einfordern!“

Ansprechpartner

GEW Schleswig-Holstein

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