Gründungsfeier des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)

"Mit KIT schreibt Baden-Württemberg Geschichte!" Dies sagte der Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Professor Dr. Peter Frankenberg anlässlich der Gründungsfeier am 22. Februar in Karlsruhe. Mit dem Gründungsvertrag und dem zugrunde liegenden Gründungskonzept sei eine tragfähige Grundlage für die strukturelle Weiterentwicklung des KIT-Prozesses geschaffen.

22.02.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Das KIT wird national und international neue Maßstäbe setzen - in qualitativer, quantitativer und struktureller Hinsicht. Ich gehe davon aus, dass das KIT in den internationalen Rankings bald einen vorderen Platz einnehmen wird", so Frankenberg weiter.

Bund und Land werden mit der Fusion eine Institution in einheitlicher Rechtsträgerschaft schaffen, die eine gleichberechtigte Partnerschaft der Aufgaben der Universität und des Forschungszentrums auf Augenhöhe ermöglicht. KIT wird eine Institution mit zwei Missionen: die Mission einer Universität und die der Programmforschung eines Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft. Dies stellt nach den Worten des Ministers eine wissenschaftspolitische Revolution dar.

Neben den zwei Missionen ist bedeutsam, dass hier Quantitäten zu Qualitäten werden. Es wird nach neuen Maßstäben die erforderliche kritische Masse geschaffen, um qualitativ neue Ansätze verfolgen zu können. Mit rund 8 000 Beschäftigten und einen Gesamtjahresetat von rund 600 Mio. Euro pro Jahr werden die bisherigen Dimensionen deutscher Universitäten und Großforschungseinrichtungen gesprengt. Messgröße ist das Massachusetts Institute of Technology (MIT) mit rund 10 000 wissenschaftlichen Mitarbeitern.

Der Minister betonte: "Die wissenschaftliche Mitbestimmung bleibt erhalten, auch im bisherigen Forschungszentrum, wo sie weiterreichender war als in der Universität." Auch die betriebliche Mitbestimmung solle, soweit rechtlich möglich, erhalten bleiben. In engem Austausch mit den Personalvertretern würden die Ministerien gemeinsame Lösungen entwickeln.

Nach den Worten Frankenbergs müssen sich alle Beschäftigten sowohl im Forschungszentrum wie auch der Universität keine Sorgen um ihre persönliche Zukunft oder um ihren Arbeitsplatz machen. Die Beschäftigungsverhältnisse aller Mitarbeiter blieben besitzstandswahrend erhalten, niemand werde dazu gezwungen, in einen anderen Tarifvertrag oder anderes Tarifsystem zu wechseln.

Frankenberg zeigte sich zuversichtlich, das KIT als Institution bis Mitte 2009 in seiner endgültigen Form den Betrieb aufnehmen könne. Die Ministerien in Bund und Land hätten dazu eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die den Rechtsrahmen und die erforderlichen Regierungsabkommen ausarbeiten solle. Bis Anfang des nächsten Jahres solle das parlamentarische Verfahren durchlaufen und abgeschlossen werden.


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