Hochschulcampus Tuttlingen - Kooperationsvertrag unterzeichnet

In Tuttlingen entsteht ein Hochschulcampus der Hochschule Furtwangen. Der private "Förderverein Hochschulcampus" in Tuttlingen, die Hochschule Furtwangen und das Wissenschaftsministerium haben jetzt in einem Kooperationsvertrag die Modalitäten der Zusammenarbeit und der Finanzierung geregelt. Dies teilte das Wissenschaftsministerium am 18. Juli in Stuttgart mit.

18.07.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg, Landrat Guido Wolf MdL und Rektor Prof. Dr. Rolf Schofer nannten das Projekt "eine großartige Chance für die Wirtschaft und die Studierenden in der Region und einen wichtigen Schritt, um dem Mangel an hoch qualifizierten Fachkräften in zukunftsträchtigen Bereichen zu begegnen."

Der Vertrag sieht vor, dass die Hochschule zum Wintersemester 2009/2010 in Tuttlingen drei Studiengänge für die Bereiche Medizintechnik, Feingerätetechnik und Fertigungstechnik mit zunächst jeweils 35 Studienanfängerplätzen einrichtet. Die Stadt Tuttlingen stellt dafür ein ehemaliges Industriegebäude als Hochschulcampus zur Verfügung. Für Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck ist dies ein klares Bekenntnis der Stadt zum neuen Hochschulstandort Tuttlingen. Die Raumschaft aus Landkreis, Stadt und Wirtschaft, die sich in dem Verein Hochschulcampus e.V. zusammengeschlossen hat, übernimmt die standortbedingten Kosten. Das Wissenschaftsministerium fördert den Aufbau der drei medizintechnischen Studiengänge gemäß dem Ausbauprogramm "Hochschule 2012". Der Vertrag ist auf zehn Jahre angelegt.

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Frankenberg: "Die kommunalen und privaten Initiatoren in Tuttlingen haben mit ihrem Engagement ein klares Zeichen für den Hochschulcampus in Tuttlingen gesetzt. Sie haben es gemeinsam mit der Hochschule Furtwangen ermöglicht, dass in Tuttlingen eine neue Form der Partnerschaft von Raumschaft und Hochschule entsteht, von der nicht nur die Region, sondern das ganze Land profitieren kann." . Der Hochschulcampus Tuttlingen stehe modellhaft für eine noch stärkere Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft und sei ein Beitrag zur zukunftsgerichteten Weiterentwicklung des Hochschulstandorts Baden-Württemberg."

Landrat Guido Wolf MdL, Vorsitzender des Fördervereins sagte: "Die stark technisch geprägte Wirtschaft in der Region kann sich nur mit qualifiziertem Nachwuchs an Fachkräften weiterentwickeln. Wir haben gemeinsam mit den Unternehmen der Region und der Hochschule das ´Tuttlinger Modell´ geschaffen. Kennzeichnend dafür sind Lehrveranstaltungen, die unmittelbar in der Industrie stattfinden und in enger Abstimmung mit den Professoren der Hochschule organisiert werden. Der ganze Landkreis Tuttlingen soll gewissermaßen zum Hochschulcampus werden."

Der Rektor der Hochschule Furtwangen, Prof. Dr. Rolf Schofer, sagte: "Die innovative Form der Kooperation von Hochschule und Wirtschaft ermöglicht einen Entwicklungssprung im Wissens- und Technologietransfer zwischen diesen Partnern und steigert gerade in technischen Studiengängen die Attraktivität für die Studierenden mit dem Ziel, zusätzliche Bewerber für diese Angebote zu gewinnen."

Der Ministerrat hatte für den Hochschulstandort Tuttlingen im Dezember vergangen Jahres grünes Licht gegeben und dabei die Bedingungen für die Einrichtungen neuer Hochschulstandorte festgelegt. Dazu gehört, dass sich die privaten und kommunalen Initiatoren der Standorte (Raumschaft) für mindestens zehn Jahre verpflichten, die standortbezogenen Kosten zu tragen. Außerdem muss die Initiative eine Bereicherung der Hochschullandschaft in Baden-Württemberg darstellen.

"Die Bedingungen, die das Land für neue Hochschulstandorte stellt, sind in Tuttlingen voll erfüllt worden. Ich freue mich deshalb, dass jetzt der Weg frei ist für den Hochschulcampus Tuttlingen der Hochschule Furtwangen", so der Wissenschaftsminister.


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