Hochschule Kassel hatte Zeit zu planen und sich vorzubereiten
Mit Verwunderung, dass solche Zustände möglich sind, obwohl die Universität Kassel allein in diesem Jahr fast 3,3 Millionen Euro an Ausgleichzahlungen für steigende Studierendenzahlen erhalten hat, hat das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst auf die Forderungen des Präsidenten der Universität Kassel, Prof. Rolf-Dieter Postlep, nach weiteren Finanzmitteln reagiert. Es gehöre auch zur Autonomie der Hochschulen, die Studienbedingungen zu verbessern.
20.10.2009 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und KunstKassel liegt bei den Steigerungen der Studierendenzahlen in dem Bereich, den man im Rahmen des Hochschulpaktes 2020 erhofft und erwartet hat. Auch die anderen hessischen Hochschulen werden wie alle Hochschulen in den westlichen Bundesländern ihre Aufnahmekapazität erhöhen müssen, um den starken Abiturjahrgängen der nächsten Jahre eine Studiermöglichkeit zu eröffnen. Dafür haben Bund und Länder im Rahmen des Hochschulpaktes 2020 auch zusätzliche Mittel bereitgestellt. Die erhöhte Anzahl der Studienanfänger erhält auch die Universität Kassel nach einem bundesweit einheitlichen Kostensatz erstattet.
Allein in diesem Jahr erhält die Universität Kassel daraus 3,27 Millionen Euro zusätzlich. Dies alles ist Präsident Postlep bekannt. Er hat dazu mit dem Land bereits Juni 2007 einen gesonderten Vertrag abgeschlossen, der sowohl entsprechende Steigerungen der Studierenden wie auch die Art und Höhe der Bezahlung enthält. Es war ihm also schon seit Jahren bekannt, was auf die Hochschule zukommt. In dem Vertrag ist auch im Hinblick auf die hohe Autonomie der hessischen Hochschule vorgesehen, dass die Universität weitgehend selbst entscheiden kann, in welchen Bereichen und wie sie Möglichkeiten für zusätzliche Studienanfänger schafft. Nachdem nun alles so verläuft, wie es besprochen und vertraglich geregelt ist, kann die Reaktion tatsächlich nicht nachvollzogen werden."
Dass Präsident Postlep darüber hinaus mit Blick auf die laufenden und geplanten Bauvorhaben an der Universität Kassel Zweifel an den Terminen und Zeitplänen aufkommen lasse, sei der Sache nicht dienlich". Wie kaum eine andere Hochschule profitiert die Universität Kassel von den Millioneninvestitionen im Rahmen des Hochschulbauprogramms HEUREKA, sowie den Mitteln aus dem Konjunkturprogramm II des Bundes und des Sonderinvestitionsprogramms des Landes. Insgesamt stehen rund 200 Millionen Euro bereit, um eine moderne Infrastruktur an der Universität Kassel zu schaffen. Es ist völlig unverständlich, deren Umsetzung jetzt zu kritisieren oder in Frage zu stellen. Wenn Präsident Postlep Hinweise auf Verzögerungen beim Bau habe, müsse er dies auch an das Ministerium melden.
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