Explodierende Zulassungszahlen: Uni Kassel will mehr Geld vom Land

(redaktion/idw) Der Präsident der Universität Kassel, Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep mahnte in einem Pressegespräch angesichts drastisch gestiegener Studierendenzahlen eine deutlich höhere Grundfinanzierung seiner Universität durch das Land an. Die Universität Kassel werde auch weiterhin so viele Studierende wie möglich aufnehmen, gleichzeitig müsse sie aber darauf achten, gute Studienbedingungen zu gewährleisten - notfalls mit weiteren Zulassungsbeschränkungen, erklärte er.

20.10.2009 Artikel

"Wir freuen uns über die neuen Studentinnen und Studenten an unserer Universität. Die enorme Nachfrage belegt, dass unser Studienangebot sehr attraktiv ist", sagte Postlep zu diesen Rekordzahlen. "Wir tun alles dafür, um unsere Studienanfänger und Studierenden gut zu betreuen", so Postlep weiter. "Aber: Wir haben damit in vielen Studiengängen unsere Kapazitätsgrenzen mehr als ausgeschöpft."

"Was wir dringend brauchen ist eine Erhöhung der Grundfinanzierung, also der vom Land Hessen finanzierten Studienplätze, im Rahmen der neuen Zielvereinbarung mit der hessischen Landesregierung ab dem Jahr 2011," forderte der Uni-Präsident. "Nur so können wir der Verantwortung gegenüber der jetzigen Studentengeneration gerecht werden und unseren Beitrag dazu leisten, dass möglichst viele hoch qualifizierte junge Menschen an die Region Nordhessen gebunden werden." Die zusätzlich von Bund und Land bereitgestellten Mittel aus dem Hochschulpakt 2020 seien ein Schritt in die richtige Richtung, aber bei weitem nicht ausreichend, um nunmehr fast 20.000 Studierenden der Universität ein qualitativ angemessenes Lehrangebot zu ermöglichen."

Mit knapp 20.000 (exakt: 19.635) sei die Gesamtzahl der eingeschrieben Studentinnen und Studenten auf dem höchsten Stand der Universitätsgeschichte. Die bisherige Rekordzahl im Wintersemester 2003/2004 habe bei 18.773 Studierenden gelegen. Die Zahl der Erstsemester sei mit fast 5000 (exakt: 4938) ebenfalls auf absoluter Rekordhöhe angelangt, so Postlep. Im Vorjahr seien es 4750 gewesen.


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