Hochschulen des Landes bei der Einwerbung von EU-Mitteln bundesweit am erfolgreichsten

Das Vorhaben der EU, Forschungsprojekte offensiver und mit mehr Bereitschaft zum Risiko zu unterstützen, lobte der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Dietrich Birk, bei einer Informationsveranstaltung zur Forschungs- und Risikofinanzierung am 26. Oktober in Stuttgart. Zugleich betonte Birk, die Hochschulen des Landes seien bei der Einwerbung von EU-Mitteln bundesweit am erfolgreichsten.

26.10.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Investitionen in Forschung und Entwicklung sind ein zentraler Faktor für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und sichere Arbeitsplätze. Damit Neues entstehen kann, braucht die Wissenschaft mutige Geldgeber, die bereit sind, Risiken einzugehen. Ich begrüße, dass die EU in ihrem siebten Forschungsrahmenprogramm dies durch Programme zur Risikokapitalfinanzierung unterstützt", sagte Birk am 26. Oktober.

Beim Einwerben von EU-Forschungsmitteln sind die Hochschulen Baden-Württembergs gemäß ersten Auswertungen aus 2006 nach den Worten des Staatssekretärs bundesweit am erfolgreichsten. "Ein Viertel aller nach Deutschland geflossenen EU-Mittel aus dem sechsten Forschungsrahmenprogramm gingen nach Baden-Württemberg." Von den 142 Mio. Euro für Baden-Württemberg seien zwischen 2002 und 2006 rund 37 Mio. in der lebenswissenschaftlichen Forschung (Life Sciences, Health) verwendet worden. Im Bereich Informationstechnologie hätten die baden-württembergischen Hochschulen rund 32 Mio. Euro eingeworben. Spitzenreiter seien hier die Universitäten Stuttgart und Karlsruhe mit 12 bzw. 8 Mio. Euro.

Im neuen siebten Forschungsrahmenprogramm der EU führt die Europäische Kommission gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank die Risk Sharing Finance Facility (RSFF) ein. Sie wird die finanziellen Risiken von großen europäischen Forschungsvorhaben und FuE-Infrastrukturen finanzieren. Für den Zeitraum 2007-2013 stehen dafür insgesamt rund zwei Milliarden Euro zur Verfügung.

Die Informationsveranstaltung "Risikofinanzierung für die Hochschulen und den Mittelstand - Programme der EU und des Landes" wird von Wissenschafts- und Wirtschaftsministerium veranstaltet. Sie richtet sich an Vertreter von Hochschulen und Unternehmen. Sie informiert über verschiedene Möglichkeiten der Risiko- und Wagniskapitalfinanzierung und der Finanzierung von Großforschungsprojekten durch Kreditgeber in Europa und Baden-Württemberg.


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