HRK-Bekenntnis zum Wissenstransfer: Chancen der neuen Medien nutzen
"Die HRK-Mitgliederversammlung hat heute den Auftrag der Hochschulen bekräftigt, ihre Erkenntnisse in die Gesellschaft zu tragen. Diese Aufgabe hat in unserer modernen Wissens- und Mediengesellschaft an Bedeutung gewonnen", sagte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Professor Dr. Horst Hippler heute vor der Presse in Nürnberg. Wissenstransfer beziehe sich auf jede Form der Kommunikation von Wissen und sei damit weit mehr als die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft oder Technologietransfer.
14.05.2013 Pressemeldung Hochschulrektorenkonferenz"Um wissenschaftliche Erkenntnisse breit und wirksam weiterzugeben, müssen die Chancen der modernen Medien erkannt und umgesetzt werden", so der HRK-Präsident. Zu den möglichen Kommunikationsformen gehörten neben dem klassischen Journalismus auch Websites, Soziale Medien, Science Center und organisierte Diskurse wie "Science Cafés". Die HRK-Entschließung "Wissenstransfer in die Mediengesellschaft" weise darauf hin, welche Kommunikationsformen für welche Ziele und Zielgruppe geeignet sein könnten: "Jede Kommunikationsform hat bestimmte Potenziale, die zielabhängig genutzt werden müssen", erklärte Hippler. So verstärkten Soziale Medien die Dynamik und das Verbreitungspotenzial beim Wissenstransfer.
Hippler sprach jedoch auch das Grundproblem des Wissenstransfers an: "Wissenschaftliche Kommunikation basiert auf Präzision, Differenziertheit und Abhängigkeit der Erkenntnisse. Öffentliche Kommunikation verlangt nach praktischer Relevanz, Verständlichkeit und vermeintlicher Eindeutigkeit." Dieses Spannungsverhältnis sei eine Herausforderung für die Kommunikationsstrategien der Hochschulen. Die heute verabschiedete Entschließung liefere den Hochschulen eine Situationsanalyse und Orientierungshilfen für diese Aufgabe.
Den Text der Entschließung finden Sie hier.
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