Immer mehr Studierende: "Soziale Infrastruktur muss mitwachsen"
Die Kultusministerkonferenz (KMK) geht in ihrer nun offiziell vorgelegten neuen Vorausberechnung der Studienanfängerzahlen davon aus, dass die Zahl der Studienanfänger bis zum Jahr 2019 deutlich mehr als 450.000 betragen werde.
10.02.2012 Pressemeldung Deutsches StudierendenwerkAchim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, kommentiert die Zahlen:
"Dass sich laut KMK-Berechnung so viele Studienberechtigte in den kommenden Jahren für ein Studium entscheiden werden, ist hoch erfreulich. Aber nun muss nicht nur die Zahl der Studienplätze mitwachsen, sondern in gleichem Umfang auch die soziale Infrastruktur. Dass Bund und Länder bisher kein zusätzliches Geld für die Studentenwerke zur Verfügung stellen, flankierend zu den Hochschulpakten, ist ein strukturelles Defizit – das machen die neuen KMK-Zahlen nun überdeutlich."
"Wir als Deutsches Studentenwerk fordern Bund und Länder seit Jahren auf, zusätzliche Investitionen für die soziale Infrastruktur bereit zu stellen. Ein Kalkulieren in Studienplätzen allein genügt nicht. Um ein Studium erfolgreich zum Abschluss zu bringen, benötigen die Studierenden ein bezahlbares Dach über dem Kopf, campusnahe, günstige Verpflegung, studienbegleitende Beratung, Kinderbetreuung sowie eine gesicherte Studienfinanzierung."
"Die Studentenwerke benötigen allein schon auf Basis des bisherigen Anstiegs 25.000 zusätzliche Wohnheimplätze, mehr Kapazitäten in der Hochschulgastronomie, einen Ausbau der Beratungsangebote für Studierende, in der Studienfinanzierungsberatung, der Sozialberatung und psychologischen Beratung."
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