Innovationsminister Pinkwart gibt offiziellen Startschuss für die "Lebenswissenschaftliche Innovationsplattform Dortmund"

NRW-Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart hat am heutigen Freitag in Dortmund den offiziellen Startschuss für die "Lebenswissenschaftliche Innovationsplattform Dortmund" gegeben. Die Plattform bündelt bislang isoliert betriebene Ansätze der Lebenswissenschaften. Sie soll sowohl Grundlagenforschung betreiben als auch die dort gewonnenen Erkenntnisse in die Entwicklung neuer pharmazeutischer Produkte und Therapien umsetzen.

23.06.2006 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

Das Land NRW wird mit Unterstützung der Europäischen Union das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 47 Millionen Euro bis Mitte 2008 mit insgesamt 37 Millionen Euro unterstützen. Partner in der Lebenswissenschaftlichen Innovationsplattform sind das Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie (MPI), die Ruhr-Universität Bochum, die Universität Dortmund und das BioMedizinZentrumDortmund. Dieses wird neue Formen des Technologietransfers umsetzen. Die Plattform mit dem Ziel eines engen Technologietransfers zwischen Wissenschaft und Wirtschaft umfasst drei Zentren:

Das neue Max-Planck-Zentrum für Systembiologie (ZfS) ist die tragende Säule der Plattform: Die dortige Forschung führt die verschiedenen Erkenntnisse und Technologien zusammen und entwickelt aussagekräftige Modelle für die Integration der bislang getrennt betrachteten Ansätze.

Im Zentrum für Angewandte Chemische Genomik (ZACG) werden Wissenschaftler des Dortmunder Max-Planck-Instituts für Molekulare Physiologie und der Universität Dortmund in enger Abstimmung mit der Pharmaindustrie gemeinsam Grundlagen für neue Arzneimittel erforschen.

Im Zentrum für Angewandte Proteomik (ZAP) werden in enger Kooperation der Universitäten Bochum und Dortmund mit der Wirtschaft Methoden der Proteinanalytik und Protein-Bio-Chips anwendungsnah weiterentwickelt.

Die Innovationsplattform wurde konzeptionell gemeinsam vom Wirtschaftsministerium und vom Innovationsministerium vorbereitet - Innovationsminister Andreas Pinkwart und Wirtschaftsministerin Christa Thoben bezeichneten sie als "Musterfall für erfolgreiche Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft". Das Projekt sei ein "hervorragendes Beispiel für ein Vorhaben im Ruhrgebiet, das vom Land wegen seiner Exzellenz gefördert wird", sagten die beiden Minister.

Erfolg und Nachhaltigkeit seien hier besonders viel versprechend, weil bereits vorhandene Stärken der Region Dortmund/Bochum ausgebaut würden. Diese Stärken und die Kooperationsmöglichkeiten mit den Universitäten Bochum und Dortmund hätten auch die Max-Planck-Gesellschaft davon überzeugt, das bereits in Dortmund vorhandene Max-Planck-Institut für Molekulare Physiologie mit einem derart großen Engagement zu erweitern.

"Dortmund als Standort für Biotechnologie und Bioinformatik und als Zulieferer für die pharmazeutische Industrie hat damit die große Chance, in diesen Feldern in die internationale Spitze aufzuschließen", sagte Pinkwart. Gerade der ganzheitliche Forschungsansatz durch die vielen starken Partner in Dortmund suche seinesgleichen. "Mit diesem Ausbau des Standorts Dortmund sind wir bestens vorbereitet, um die erwarteten enormen Wissenszuwächse in den Lebenswissenschaften für uns nutzbar zu machen und NRW hier einen Spitzenplatz zu sichern." Ministerin Thoben betonte die gewonnene Attraktivität für neue Biotech-Unternehmen: "Wir sehen eine große Chance, dass sich sowohl aus der Plattform Unternehmen ausgründen als auch neue von außen ansiedeln. Die Sogwirkung dieses Projekts für neue, hoch innovative und zukunftssichere Arbeitsplätze kann erheblich sein."


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