Innovationsminister Pinkwart startet Initiative für stärkeren Einsatz digitaler Medien in den Hochschulen

Notebook, Beamer, Internet - digitale Medien sind längst feste Bestandteile von Studium und Lehre an den Universitäten und Fachhochschulen. Ihre Bedeutung steigt weiter, nicht minder das Tempo der Entwicklung von Hard- und Software. Halten unsere Hochschulen damit Schritt? Sind sie up-to-date, was den Einsatz digitaler Medien in Studium und Lehre angeht?

05.07.2006 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

Diese Fragen legt Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart einem Expertenteam vor: "Es geht uns um weit mehr als um Powerpoint-gestützte Vorlesungen oder die Nutzung der Wissensbestände des Internet. Es geht um die richtige Mischung von Präsenzlehre und internetbasierten Formen des Lehrens und Lernens."

Fachleute sprechen von eLearning und Blended Learning. Pinkwart möchte wissen: Wo steht Nordrhein-Westfalen auf diesen Gebieten? Wie können Präsenzstudium und Selbststudium mit internetgestützten Lernformen optimal verbunden werden, um die Lehre an unseren Hochschulen besser und den Lernerfolg der Studierenden nachhaltiger zu machen?

Den Vorsitz in der Expertengruppe führt Prof. Dr. Friedrich W. Hesse, Direktor des Tübinger Instituts für Wissensmedien. Das international renommierte Forschungsinstitut gehört zum deutschlandweit organisierten Verbund der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz. Es befasst sich mit der Erforschung und Förderung des Wissenserwerbs und Wissensaustauschs mit neuen Bildungs- und Kommunikationsmedien. Seine Expertise ist weltweit gefragt.

An der Untersuchung wirken - repräsentativ für die große Hochschullandschaft NRW - drei Universitäten und zwei Fachhochschulen aus Nordrhein-Westfalen mit: Die Universitäten Bonn und Dortmund, die Fernuniversität in Hagen sowie die Fachhochschulen Köln und Südwestfalen. Besonders im Fokus steht die Fernuniversität in Hagen, die dank ihrer Kompetenz für Fernlehre, Fernstudium und elektronische Wissensmedien eine bundesweite Alleinstellung besitzt. Mitte Juli werden sich Prof. Hesse und die Rektoren der Hochschulen mit dem Ministerium zu einem Auftaktgespräch treffen. Anfang August werden dann im Rahmen eines Expertenworkshops die konkreten Untersuchungsansätze erarbeitet. Anschließend nimmt die Expertenkommission ihre Arbeit auf.

Experten und Hochschulen sollen gemeinsam herausfinden, wie der erreichte Stand ist, wo Potenziale liegen und wie sich mit Unterstützung durch digitale Medien eine zukunftweisende Entwicklung der akademischen Lehre skizzieren lässt. Pinkwart erhofft sich binnen Jahresfrist wissenschaftlich abgesicherte Erkenntnisse und konkret umsetzbare Handlungsempfehlungen. Die Untersuchung wird in dieser Form bundesweit erstmalig durchgeführt. Prof. Hesse: "NRW leistet hier Schrittmacherdienste. Was wir hier gemeinsam mit den NRW-Hochschulen erarbeiten werden, wird nicht nur dem Hochschulstandort NRW helfen, sondern bundesweit wichtige Anregungen geben."


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