Publikation

Unterstützung für internationale Studierende mit Kindern

Die Servicestelle Familienfreundliches Studium des Deutschen Studierendenwerks veröffentlicht erstmals eine Handreichung zum Thema internationale Studierende mit Kindern. Die Publikation richtet sich an Beratende in Studierendenwerken und Hochschulen und soll dabei unterstützen, internationale studierende Eltern kompetent zu informieren.

29.05.2026 Bundesweit Pressemeldung Deutsches Studierendenwerk
  • Ein Kind klammert sich um eine junge Frau und lacht in die Kamera. © Adobe Stock Die Publikation zeigt auf, unter welchen Bedingungen internationale studierende Eltern ggf. Leistungen in Anspruch nehmen können und welche Auswirkungen dies auf den Aufenthaltsstatus haben kann.

Anlass ist die steigende Zahl internationaler Studierender in Deutschland und die besondere Lebenssituation derjenigen, die zugleich Familienverantwortung tragen. Die Veröffentlichung wird, wie auch die Servicestelle selbst, vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert

Matthias Anbuhl, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Studierendenwerks, erklärt:

„Internationale Studierende mit Kindern sind besonders gefordert. Neben ihrem Studium in einem unbekannten Hochschulsystem müssen sie Elternverantwortung, ein neues Lebensumfeld, andere Erziehungsmethoden und kulturelle Einflüsse, eine neue Sprache und die große Herausforderung der finanziellen Absicherung der Familie gleichzeitig bewältigen.

Beratende in Studierendenwerken und Hochschulen sind deshalb regelmäßig mit den sehr individuellen und äußerst komplexen Problemlagen internationaler Studierender mit Kindern konfrontiert. Die neue Publikation der Servicestelle Familienfreundliches Studium (SFS) unterstützt sie dabei.“

Inhaltliche Schwerpunkte der Publikation liegen auf den aufenthaltsrechtlichen Rahmenbedingungen und auf evtl. sozialrechtlichen Ansprüchen. Sie zeigt auf, unter welchen Bedingungen internationale studierende Eltern ggf. Leistungen in Anspruch nehmen können und welche Auswirkungen dies auf den Aufenthaltsstatus haben kann. Die Publikation kommt zu dem Schluss, dass in der Gesetzgebung leider noch keine ausdrücklichen Ausnahmen für die besonderen Lebenslagen Schwangerschaft, Elternschaft oder Care-Verpflichtungen für internationale Studierende vorgesehen sind. Deswegen kann eine Schwangerschaft oder Elternschaft für internationale Studierende eine existenzbedrohende Lage auslösen. Dies sollte bei der Gestaltung der gesetzlichen Regelungen für den Studienaufenthalt künftig stärker mitgedacht werden.

Die Publikation erscheint als Print- und Online-Ausgabe und ist kostenlos erhältlich.


Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden