Junge Gymnasiallehrer fühlen sich im Stich gelassen

Die Ankündigung des Kultusministeriums, im Februar nur etwa 50% aller Gymnasialreferendare in den Schuldienst zu übernehmen, stößt sowohl bei den Betroffenen als auchbei vielen älteren Kolleginnen und Kollegen auf völliges Unverständnis.

18.01.2010 Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

"Angesichts der großen Klassen, der zunehmenden Belastungen durch Vor- und Nachbereitungstätigkeiten und des großen organisatorischen Aufwandes im Zusammenhang mit der Einführung der neuen Oberstufe, werden viele zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien gebraucht", erklärte der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel heute in München. "Wer aufwändige Reformen einführt ohne die ent-sprechenden personellen Ressourcen zur Verfügung zu stellen, gefährdet die Qualität des bayerischen Gymnasiums". Es mache aus Sicht des BLLV über-haupt keinen Sinn gut ausgebildete Lehrer mit bestandenem Examen ins Ar-beitsamt zu schicken, wo sie gerade jetzt in der Schule dringend gebraucht wer-den. Wenzel hat daher einen Offenen Brief an den Kultusminister geschrieben, in dem er ihn auffordert, "allen geeigneten Bewerbern des aktuellen Prüfungsjahrgangs" das Angebot einer Planstelle zu unterbreiten. Wer sich mit den jungen Lehrerin-nen und Lehrern solidarisieren will, kann diesen Brief auf der Homepage des BLLV unterzeichnen. Der Offene Brief ist unter www.bllv.de zu finden.


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