KMK-Präsidentin Erdsiek-Rave wirbt für Bildungsstandort Deutschland

Ute Erdsiek-Rave, Präsidentin der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK), hat heute (8. September) in den USA um die Rückkehr deutscher Akademiker aus dem Ausland geworben. Vor einem Netzwerk in Nordamerika forschender deutscher Akademiker verwies sie auf die gut entwickelte und für Studierende und Lehrende gleichermaßen attraktive deutsche Hochschullandschaft. "Wir müssen uns vor dem amerikanischen Hochschulsystem nicht verstecken", sagte die KMK-Präsidentin bei der GAIN-Jahresversammlung in Boston. GAIN (German Akademic International Network) ist eine gemeinsame Initiative vom Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD), der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

08.09.2006 Pressemeldung Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder

Die Präsidentin verwies auf die guten Berufsperspektiven für Nachwuchswissenschaftler in Deutschland in den kommenden Jahren: Bund und Länder wollen gemeinsam in die Lehre und Forschung investieren. Zudem gebe es in allen Fachrichtungen einen regelrechten Generationenwechsel. Aufgabe des Staates sei es, Qualität in Studium, Lehre und Forschung langfristig zu sichern. Aber auch ein gutes Fundament in der Breite und Excellenz an der Spitze zu fördern. "Wir wollen hier besser werden", sagte die schleswig-holsteinische Bildungsministerin. Bisher hätten die deutschen Hochschulen vor allem eine solide Qualitätsentwicklung in der Breite betont. Dabei könnten Spitzenleistungen nicht immer in dem Maße entstehen und gefördert werden, in dem es sinnvoll und im internationalen Vergleich wünschenswert sei. "Die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder ist eine Antwort darauf. Sie hat die Hochschulen motiviert, sich auf ihre Stärken zu besinnen und diese weiterzuentwickeln." Und sie ermögliche eine engere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Hochschulen.

Zugleich werde nach Lösungen gesucht, um die geforderte Qualität auch bei den steigenden Studierendenzahlen sichern zu können. Experten gehen derzeit von jährlich bis zu 30.000 zusätzlichen Studienanfängern aus. Nötig seien hohe finanzielle Anstrengungen, die Bund und Länder in einem gemeinsamen Kraftakt erbringen müssten. Deshalb sei der Hochschulpakt so wichtig. Erdsiek-Rave: Wir wollen auf allen Ebenen besser werden und in Deutschland eine Wissenschafts- und Forschungslandschaft gestalten und fördern, in die sich eine Rückkehr lohnt."


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