Kongress zur Umsetzung des neuen bayerischen Hochschulrechts

Zu Kreativität im Umgang mit den Möglichkeiten des reformierten bayerischen Hochschulgesetzes hat Wissenschaftsminister Thomas Goppel die Hochschulen Bayerns ermuntert.

11.07.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Wie der Minister am Dienstag bei einem Hochschulpolitischen Kongress in München betonte, eröffnet das neue Hochschulgesetz mit vielfältigen Gestaltungsspielräumen und einer weiten Erprobungsklausel eine Vielzahl von Möglichkeiten für die Hochschulen. Ziel ist, dass die bayerischen Universitäten, Fachhochschulen und Kunsthochschulen schneller und effizienter in eigener Verantwortung handeln können. Goppel: "Jetzt sind die Hochschulen am Zug, Neues zu versuchen, Bewährtes nachzujustieren und Ungewohntes einzufordern." Die Hochschulen seien mit der Verwirklichung der Reform nachhaltig gefordert. Der Minister appellierte an die Hochschulen, die neuen Kompetenzen anzunehmen: "Jeder mutige Vorstoß zur Entwicklung neuer Wege ist willkommen." Besonders hob Goppel die neue gesetzliche Öffnungsklausel zur eigenverantwortlichen Steuerung der Hochschule hervor, die die Möglichkeit bietet, gänzlich neue Modelle zu entwickeln.

Das neue Hochschulrecht ist am 1. Juni 2006 in Kraft getreten. Die Reform zielt darauf ab, den Hochschulen schnelles und eigenverantwortliches Handeln zu ermöglichen. Kernpunkte des Hochschulrecht-Reformpakets sind der Rückzug des Staates aus der Detailsteuerung, größere Selbstverantwortung der Hochschulen für ihre Profilbildung und für die Qualitätssicherung, die Weiterentwicklung der Hochschulorganisation mit einem neu gestalteten Hochschulrat, die Einführung von Studienbeiträgen ab dem Sommersemester 2007, die Einführung der Juniorprofessur als gleichwertige Qualifikationsmöglichkeit für eine Professur neben der Habilitation und die Stärkung der Stellung der Frauenbeauftragen und Studierendenvertreter.

Mit Fragen der Umsetzung dieser Reform in die Praxis befasst sich der Hochschulpolitische Kongress, den Universität Bayern e.V. und Hochschule Bayern - The Bavarian Universities of Applied Sciences - e.V.i.Gr. sowie das Wissenschaftsministerium gemeinsam veranstalten und der am Dienstag in der Münchner Fachhochschule stattfindet. Über 300 Teilnehmer aus Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und Politik haben sich angemeldet, um gemeinsam in Podiumsdiskussionen, Vorträgen und Arbeitsforen Themen wie "Studienbeiträge", "Bachelor/Master", "Neue Flexibilität für die Hochschulen" und "Zukünftige Herausforderungen an die Hochschulpolitik" zu diskutieren.

Nähere Informationen zum Kongress sind ab 16.30 im Internet unter www.stmwfk.bayern.de abrufbar.


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