Leibniz-Preise - drei Forscher aus Freiburg und Ulm mit je 2,5 Mio. Euro ausgezeichnet
Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg hat heute den drei neuen Leibniz-Preisträgern aus Baden-Württemberg gratuliert. Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft bekanntgab, gingen Preise an Prof. Dr. Wolfram Burgard (Freiburg), Prof. Dr. Karl Lenhard Rudolph und Prof. Dr. rer. nat. et med. Frank Kirchhoff (beide Ulm). Der Leibniz Preis ist mit je 2,5 Mio. Euro der am höchsten dotierte deutsche Forschungspreis.
04.12.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg"Dass in diesem Jahr drei von insgesamt zehn Preisen nach Baden-Württemberg kommen, erfüllt mich mit Stolz und Freude. Die Preisträger sind alle im Lauf der letzten zehn Jahre ins Land gekommen. Den Universitäten ist es also gelungen, herausragende Persönlichkeiten für Forschung und Lehre zu berufen", sagte Frankenberg am 4. Dezember in Stuttgart. Die Forschungspolitik des Landes habe Rahmenbedingungen geschaffen, die zu diesem Erfolg beigetragen hätten. "Mit der Auszeichnung vergleichsweise junge Forscher würdigt der Preis nicht nur deren erstklassige Leistungen, sondern stärkt auch die künftige Spitzenforschung", sagte Frankenberg.
Aus der Bekanntmachung der Deutschen Forschungsgemeinschaft:
Prof. Dr. Wolfram Burgard (47), Institut für Informatik der Universität Freiburg
Nach dem Informatikstudium in Dortmund war Wolfram Burgard dort zunächst auch als Assistent tätig, bevor er nach Bonn wechselte, wo er 1991 promovierte. Es folgte ein Forschungsaufenthalt an der Carnegie Mellon University. Von dort wurde er nach Freiburg berufen, wo er seit 2006 Lehrstuhlinhaber an der Fakultät für Informatik ist. Über seine mehrfach ausgezeichneten Arbeiten hinaus engagiert sich Burgard auch auf anderen Gebieten für die Robotik – so für ein internationales Museumsprojekt, für das er den ersten Roboter als Museumsführer entwickelte.
Prof. Dr. Frank Kirchhoff (47), Institut für Virologie der Universität Ulm
Frank Kirchhoff studierte Biologie in Göttingen und promovierte am Deutschen Primatenzentrum über einen neuen HI-Virus-2-Klon. Als Postdoktorand an der renommierten Harvard Medical School in Boston/Massachusetts befasste er sich erstmals mit dem Nef-Protein des HI-Virus, der auch im Fokus seiner Arbeiten blieb, als Kirchhoff 1994 nach Deutschland zurückkehrte. Hier arbeitete er zunächst als Assistent, Privatdozent und Professor an der Universität Erlangen-Nürnberg, bevor er 2001 einem Ruf nach Ulm folgte.
Prof. Dr. Karl Lenhard Rudolph (39), Institut für Molekulare Medizin und Max-Planck-Forschungsgruppe für Stammzellalterung der Universität Ulm
Nach dem Medizinstudium in Göttingen und der Arzt-im-Praktikum-Zeit in Hannover war Karl Lenhard Rudolph zunächst als Postdoktorand am Albert Einstein College in New York und am Dana Farber Center in Boston tätig, wo er sich erstmals mit den Telomeren befasste. Ab 2001 konnte er im Rahmen des Emmy Noether-Programms der DFG seine eigene Arbeitsgruppe an der Medizinischen Hochschule Hannover aufbauen, 2006 erhielt er eine der ersten Heisenberg-Professuren der DFG. Im Jahr darauf wechselte er als Lehrstuhlinhaber und Max-Planck-Forschungsgruppenleiter an die Universität Ulm. Anmerkung für die Redaktionen: Es gibt in diesem Jahr elf Preisträger, da die Jury einen Preis teilte. Weitere Informationen unter www.dfg.de
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