Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm für Frauen wird mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds (ESF) ausgeschrieben - Bewerbungsfrist: 2. Juli 2010

Das Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm für Frauen wird zum achten Mal ausgeschrieben. Mit dem Programm, qualifizierte Wissenschaftlerinnen in ihrem Habilitationsvorhaben an einer wissenschaftlichen oder künstlerischen Hochschule zu unterstützen. Die Finanzierung erfolgt durch das Land und mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Die Anträge müssen bis 2. Juli 2010 beim Wissenschaftsministerium eingehen. Der Beginn für die genehmigten Projekte ist für das erste Quartal 2011 geplant.

29.01.2010 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Wir wollen mehr Frauen für den Professorenberuf gewinnen. Das Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm ist ein wichtiges Instrument, herausragende Wissenschaftlerinnen gezielt zu fördern", so Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg am 29. Januar in Stuttgart.

Die bisherigen Erfahrungen mit dem Programm bezeichnete der Minister als beeindruckend. "Die Zahlen bestätigen unsere Politik. Der Frauenanteil an Hochschulprofessuren im Land hat sich im Zeitraum 1998 bis 2008 von 8,3 Prozent auf 15,5 Prozent erhöht." Insbesondere im Medizinbereich bestehe mit einem Anteil von 7,6 Prozent weiblicher Professoren an den Medizinischen Fakultäten im Land großer Handlungsbedarf. Seit der Öffnung des Programms für Habilitationsvorhaben aus der klinischen Medizin im Jahr 2007 seien jedoch zahlreiche Anträge von Medizinerinnen eingegangen.

Mit dem Margarete von Wrangell- Habilitationsprogramm fördert die Landesregierung gezielt Frauen in der Wissenschaft. Qualifizierte Wissenschaftlerinnen sollen zur Habilitation ermutigt und dazu materiell in die Lage versetzt werden. Die Förderung erfolgt über Mittel für TV-L 13-Stellen. Dies gewährleistet eine vollständige soziale Sicherung der Frauen. Die Stellen werden in die Universitäten integriert. Neben ihren Forschungsleistungen haben die Geförderten daher Gelegenheit und Verpflichtung, vier Stunden Lehre in der Woche zu halten.

Das Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm wurde 1997 erstmals ausgeschrieben. In den bislang sieben Ausschreibungsrunden konnten insgesamt 112 Habilitandinnen in die Förderung aufgenommen werden. Dafür wurden Mittel in Höhe von rund 19,1 Euro bereitgestellt.

Das Förderprogramm ist nach der ersten Professorin an einer deutschen Universität benannt. Margarete von Wrangell (1877 - 1932) habilitierte sich im Jahr 1920 an der Universität Hohenheim, wo sie 1923 eine Professur für Pflanzenernährung übernahm und das dortige gleichnamige Hochschulinstitut gründete.

Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen: www.mwk.baden-wuerttemberg.de

Porträts der Stipendiatinnen unter: margarete-von-wrangell.de/


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