Migrantinnen und Migranten an Hochschulen - Studie zu Hochschulzugang, Studium und Arbeitsmarktintegration

Über 200.000 temporäre Migrantinnen und Migranten - Studierende mit ausländischer Staatsangehörigkeit - waren im Wintersemester 2013/14 an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Mit ihren Sprachkenntnissen, dem Wissen über die deutsche Arbeitskultur, interkulturellen Kompetenzen und wissenschaftlichem Know-how sind sie für deutsche Unternehmen eine wichtige Fachkräfteressource.

23.06.2015 Pressemeldung wbv Media Gmbh

Der Band 'Migrantinnen und Migranten an Hochschulen' untersucht die migrationsrechtlichen Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit einem Studium in Deutschland, zeigt die Hindernisse auf und beschäftigt sich mit der Frage, wie temporäre und permanente Migrantinnen und Migranten nach ihrem Abschluss Zugang zum Arbeitsmarkt finden.

Die Studie folgt in ihrem Aufbau den drei Phasen, die Migrantinnen und Migranten auf ihrem Bildungsweg an Hochschulen durchlaufen. Im ersten Abschnitt werden die Faktoren für den Hochschulzugang beleuchtet, zu denen die akademischen Voraussetzungen ebenso gehören wie die migrationsrechtlichen Rahmenbedingungen und soziokulturelle Faktoren wie Bildungsherkunft und Bildungsaspiration. Der zweite Abschnitt stellt den Verlauf des Studiums in den Fokus und analysiert entscheidende Einflussfaktoren sowie Studienprobleme und Supportstrukturen. Der dritte Teil der Studie stellt die Arbeitsmarktintegration nach dem Studienabschluss in den Mittelpunkt. Beschrieben werden die migrationsrechtlichen Rahmenbedingungen der temporären Migrantinnen und Migranten sowie der Übergang in den Arbeitsmarkt, das Verhältnis von Hochschulen und Arbeitgebern und die Interkulturalität am Arbeitsplatz.

Die Studie deckt Forschungslücken auf und erstellt konkrete Handlungsempfehlungen für Politik, Hochschulen und Unternehmen. Die Daten für die Studie wurden im Rahmen des Förderprogramms 'Integration durch Qualifizierung (IQ)' erstellt und ausgewertet. Das Förderprogramm zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Daran arbeiten bundesweit 16 Landesnetzwerke, die von Fachstellen zu migrationsspezifischen Schwerpunktthemen unterstützt werden. Das Programm wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Bundesagentur für Arbeit gefördert.

Der Autor

Ottmar Döring ist stellvertretender Geschäftsführer des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung.
Yevgeniy Itskovych ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsinstitut Betriebliche Bildung.
Esther Weizsäcker ist Rechtsanwältin und Autorin mit den Arbeitsschwerpunkten Arbeitsmigration, Anerkennung beruflicher Abschlüsse von Migranten und Staatsangehörigkeitsrecht.

Ansprechpartner

W. Bertelsmann Verlag GmbH & Co. KG
Klaudia Künnemann
Auf dem Esch 4
33619 Bielefeld
Telefon: +49 (0)5 21/9 11 01-21
E-Mail: presse@wbv.de
Web: www.wbv.de


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