Neue Software kommt - bleibt das Chaos?
05.01.2011 Artikel
"Vergabechaos droht trotz teurer Software" menetekelt spiegel.de und beruft sich dabei auf Ulla Burchardt (SPD), die Vorsitzende des Bundestags-Bildungsausschusses: "Die Fortsetzung des Chaos ist damit programmiert." Denn wegen der ungeklärten Kostenfrage würden sich viele Hochschulen erst gar nicht an dem neuen System beteiligen. Dass gerade für kleinere Hochschulen im mächtigen Computersystem auch ein möglicher Zeitvorteil gegenüber den opulenten Massenhochschulen wegfalle, weil die Großen nun mal für die Bearbeitung der Antragsflut mehr Zeit benötigten, ergänzte der Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Micha Teuscher.
Damit scheint Ernüchterung einzukehren in dem mit großen Versprechungen angekündigten 15-Millionen-Euro-Projekt: Die Einführung des gewünschten Vollservice für Studienbewerber verzögere sich, so spiegel.de, weil die Stiftung hochschulstart.de als Nachfolgeorganisation der Dortmunder Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätze (ZVS) das Programm vorläufig gestoppt habe. Zwar solle es ab Herbst bei den Bewerbern einen Datenabgleich geben - nicht aber die angestrebte zentrale Überprüfung von Zeugnissen und Unterlagen.
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