Neue Sonderforschungsbereiche an Bayerns Universitäten

Sechs neue Sonderforschungsbereiche an Bayerns Universitäten hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt.

18.11.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Damit, so Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel am Freitag anlässlich der Entscheidung der DFG, gehen in dieser Bewilligungsrunde sechs von bundesweit insgesamt 16 der begehrten und hochkarätigen Förderungen nach Bayern. "Die Bewilligung von Sonderforschungsbereichen durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft ist ein besonderes Gütezeichen für die Forschung an einer Universität", betonte Goppel. Sonderforschungsbereiche werden durch die DFG nach einem strengen Begutachtungsverfahren mit hohen Qualitätsanforderungen vergeben und bedeuten für die Universitäten einen Zuwachs an Stellen und Mitteln für den jeweiligen Forschungsbereich. Insgesamt erhöht sich die Zahl der Sonderforschungsbereiche an Bayerns Universitäten auf nunmehr 49. Zwei der neuen Sonderforschungsbereiche gehen an die Universität Regensburg, jeweils einer an die beiden Münchner Universitäten sowie an die Universitäten Erlangen-Nürnberg und Würzburg.

Ziel des neuen Sonderforschungsbereichs "Integration elektronischer Komponenten in mobile Systeme" (SFB 694) an der Universität Erlangen-Nürnberg ist die Verbesserung und Vereinfachung von Elektronikbauteilen in Sensoren und Aktoren, die als Funktionskomponenten beispielsweise in Automobilen angebracht werden können. Dadurch soll die Zuverlässigkeit, Sicherheit und Sparsamkeit von Autos verbessert werden.

Der Sonderforschungsbereich "Molekulare Mechanismen der normalen und malignen Hämatopoese" (SFB 684) an der Universität München befasst sich mit der Bekämpfung maligner Erkrankungen. Im Zentrum steht die Hämatologie und Hämatoonkologie in einem Verbund klinisch höchst aktueller Fragen und damit die Entwicklung neuer Therapien in der Krebsbekämpfung.

Der Sonderforschungsbereich/Transregio "Kognitive Automobile" (TRR 28) ist ein Gemeinschaftsprojekt der Technischen Universität München, der Universität Karlsruhe und der Universität der Bundeswehr München. Themenstellung ist die Erforschung der maschinellen Erkennung mobiler Systeme. Der Transregio verfolgt beispielsweise den Ansatz, dass das Verhalten von Autos im Straßenverkehr erfasst, verstanden und letztlich automatisch generiert wird.

Der Halbleiterforschung ist der Sonderforschungsbereich "Spinphänomene in reduzierten Dimensionen" (SFB 689) an der Universität Regensburg gewidmet. Mit Hilfe dieses Forschungsvorhabens im Bereich der Nanotechnologie sollen Computer der Zukunft optimiert und damit leistungsfähiger werden.

Der Sonderforschungsbereich "Strukturelle, physiologische und molekulare Grundlagen der Nierenfunktion" (SFB 699) an der Universität Regensburg zielt darauf ab, das Verständnis der Nierenfunktion voranzutreiben und so häufig vorkommende Fehlfunktionen der Niere, die Bluthochdruck verursachen und bis zum Nierenversagen führen können, in Zukunft besser behandeln zu können.

Ebenfalls mit der medizinischen Forschung beschäftigt sich der neue Sonderforschungsbereich "Mechanismen und Bildgebung von Zell-Zell-Wechselwirkungen im kardiovaskulären System" (SFB 688) an der Universität Würzburg. Diese Zell-Zell-Wechselwirkungen sind für die Organdurchblutung, aber auch für Entzündungs-, Heilungs- und Anpassungsprozesse von entscheidender Bedeutung. Der Sonderforschungsbereich macht vor allem im Bereich der Kardiologie klinisch relevante Fragestellungen ausfindig und zielt auf die Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Ansätze ab.


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