NRW-Landtag verabschiedet Besoldungsreform für Hochschullehrer

Die Besoldungsreform für Hochschullehrer ist heute (10.12.) in 2. Lesung vom nordrhein-westfälischen Landtag verabschiedet worden. Damit setzt das Land die bundesweite Neuregelung der Professorenbesoldung um. Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft: "Die Besoldung der Hochschullehrer wird damit ab dem 1. Januar 2005 auf eine völlig neue Grundlage gestellt. Während sich bisher die Bezahlung der Professorinnen und Professoren vor allem am Dienstalter ausrichtete, haben wir nun den Weg freigemacht für eine leistungsbezogene Bezahlung." Die Regelung gilt für alle neuen Einstellungen.

10.12.2004 Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

Damit ergeben sich künftig die festen Grundgehälter der Professorinnen und Professoren in Nordrhein-Westfalen aus den Besoldungsgruppen W2 (3.890 Euro) und W3 (4.724 Euro). Sie werden ergänzt um individuelle, variable Gehaltsbestandteile, die sich beispielsweise aus der Bewertung von Leistungen in der Lehre oder Forschung zusammensetzen. So können im Bereich der Lehre unter anderem Ergebnisse der Lehrevaluation oder die studentische Lehrveranstaltungskritik, in der Forschung Drittmitteleinwerbungen, Auszeichnungen, Erfindungen oder Patente etc. Grundlage für die Entscheidung über eine Leistungszulage sein.

Über die Vergabe der leistungsbezogenen Gehaltsbestandteile entscheidet die Hochschule in der Regel eigenständig im Rahmen ihres Budgets.

Die Besoldungsreform ermöglicht es auch, flexibler als bisher internationale Top-Wissenschaftler in Nordrhein-Westfalen zu halten oder ins Land zu holen. "Im Wettbewerb um die innovativsten Köpfe aus der ganzen Welt weitet die Landesregierung den finanziellen Spielraum zur Gewinnung von Spitzenkräften im Jahr 2005 um 1,25 Millionen Euro aus", betonte Kraft.

Die Kritik der CDU-Opposition im Düsseldorfer Landtag an der Reform der Professorenbesoldung wies Kraft zurück. "Immer wieder Autonomie und Flexibilität für die Hochschulen im Allgemeinen zu fordern, sich aber bei konkreten Entscheidungen aus der Verantwortung zu stehlen, unterstreicht die hochschulpolitische Konzeptionslosigkeit der CDU."


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