Privat finanziertes Deutsches Historisches Institut Moskau soll in die Bundes-Stiftung DGIA
Die Aufbauleistung des im Jahr 2005 gegründeten Deutschen Historischen Instituts in Moskau ist überzeugend gelungen, so das zentrale Ergebnis der im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erfolgten Evaluation durch den Wissenschaftsrat. Die Chancen des Instituts, die bereits erworbene Position in der russischen und deutschen Wissenschaftslandschaft in Zukunft weiter zu stärken, werden als gut eingeschätzt.
12.11.2007 Pressemeldung Wissenschaftsrat"Es ist beeindruckend, wie sich das DHI Moskau innerhalb der letzten beiden Jahre zu einer wichtigen Adresse für russische und deutsche Historiker entwickelt hat", erläutert der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Peter Strohschneider. Damit sind die Voraussetzungen erfüllt, dass das Institut Mitte des Jahres 2009 in die Finanzierung des BMBF überführt werden kann. Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und die Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius hatten die Gründung des Instituts über eine fünfjährige Anschubfinanzierung ermöglicht.
Das DHI Moskau würde damit das neunte Institut der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierten Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (DGIA). Diese Stiftung - im Jahr 2002 auf Empfehlung des Wissenschaftsrates gegründet - wurde ebenfalls einer Überprüfung unterzogen. Ihre bisherige Arbeit ist nach Einschätzung des Wissenschaftsrates grundsätzlich positiv zu bewerten. Allerdings hält er eine klarere Aufgabenteilung zwischen den Organen und Gremien der Stiftung für notwendig. Entsprechend sollten Errichtungsgesetz und Satzung geändert werden.
Hintergrundinformationen
Hinweis: Die "Stellungnahme zur weiteren Entwicklung der Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (DGIA) sowie zur künftigen Finanzierung des Deutschen Historischen Instituts Moskau" (Drs. 8183-07) ist hier als Volltext veröffentlicht. Die Stellungnahme kann aber auch bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates per E-Mail (post( at )wissenschaftsrat.de) angefordert werden.
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