Rürup: 500 Euro pro Semester können eine Hausnummer sein

(bikl / ZEIT) In der [ZEIT](http://www.zeit.de/2005/04/C-R\_9frup2) vom 20.01.05 setzt sich Bert Rürup dafür ein, nach einer Einführung von Studiengebühren jedem Studenten Kredite dafür anzubieten. Diese Darlehen sollten zu den üblichen Zinssätzen vergeben werden. "Insofern könnte sich die Kreditvergabe für private Banken lohnen", sagt er. "Der Staat müsste lediglich die Ausfallbürgschaft übernehmen", fügt er hinzu. Studenten aus armen Familien sollten aber weiterhin Stipendien erhalten.

19.01.2005 Artikel

Am kommenden Mittwoch (26.02.) entscheidet das Bundesverfassungsgericht über das Verbot von Studiengebühren, das Rot-Grün im Hochschulrahmengesetz verankert hat. Falls das Verbot fällt, so Rürup, "werden sehr, sehr schnell erste Studienkreditprogramme auf dem Markt sein." Eine Reihe von Banken habe solche Programme längst in der Schublade. Rürup, der sich auf Vorschläge des Sachverständigenrats bezieht, fordert ein Studienkreditprogramm allerdings auch für den Fall, dass Gebühren weiter verboten blieben. "Wir wollen, dass die Entscheidung, ein Studium aufzunehmen, unabhängig ist vom Goodwill und den Möglichkeiten der Eltern oder Verwandten."

Die Rückzahlung der Kredite erfolge nach dem Studium gestaffelt nach der Höhe des Einkommens. Rürup befürwortet die Einführung von Studiengebühren, weil ein Studium in hohem Maße private Erträge für die Studenten bringe. "500 Euro pro Semester" werden für eine Testphase "eine Hausnummer" sein.


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