Runder Tisch für bessere Studienbedingungen am Campus Landau
Die Universität Koblenz-Landau richtet für den Campus Landau einen Runden Tisch ein, um die in letzter Zeit aufgekommenen Probleme gemeinsam mit allen Beteiligten anzugehen. Dies ist das Ergebnis eines Gesprächs von Michael Ebling, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, mit dem Präsidenten der Hochschule, Professor Dr. Roman Heiligenthal. "Wir begrüßen die Initiative der Universität, weil sie geeignet ist, die Studien- und Arbeitsbedingungen in Landau weiter zu verbessern", sagte Ebling. Das Land werde die Hochschule dabei durch konkrete Maßnahmen unterstützen, ergänzte der Staatssekretär.
29.05.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-PfalzAn dem Runden Tisch sollen neben der Hochschulleitung Vertreter der Studierenden und Lehrenden teilnehmen. Seine selbstgestellte Aufgabe soll es sein, pragmatische Lösungen zum Erhalt der Studienqualität des Campus´Landau zu diskutieren.
"Am Runden Tisch kann die Umsetzung vielfältiger Maßnahmen mit den Beteiligten intensiv besprochen werden", sagte Heiligenthal. So könne es auch gelingen, flexible Lösungen auf die durch die steigenden Studierendenzahlen gewachsenen Herausforderungen zu finden und den Standort im Interesse aller Beteiligten zu stärken.
Ebling betonte, dass die Universität Koblenz-Landau insbesondere wegen der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern bundesweit einen guten Ruf genieße. Die seit Jahren steigenden Studierendenzahlen seien ein Beleg dafür. "Die Leitung der Universität und das Land eint das gemeinsame Interesse, das Profil der Hochschule weiter zu schärfen und damit ihre Anziehungskraft zu erhalten", erklärte er. Der Runde Tisch könne dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Die Landesregierung sei sich bewusst, dass steigende Studierendenzahlen auch eine höhere Belastung mit sich brächten. "Wir unternehmen deshalb große Anstrengungen, den Campus adäquat zu finanzieren", so der Staatssekretär. Das Land habe in den vergangenen Jahren die Mittel für die Universität Koblenz-Landau parallel zu den steigenden Studierendenzahlen spürbar angehoben – von 32,3 Millionen Euro im Jahr 2000 auf 41,5 Millionen Euro in diesem Jahr. Seit dem Jahr 2000 seien dort 48,25 Wissenschaftlerstellen und 63 Nichtwissenschaftlerstellen hinzugekommen.
Eine zusätzliche Unterstützung ergebe sich aus dem Hochschulpakt von Bund und Ländern. Die Universität Koblenz-Landau habe daraus im vergangenen Jahr 2 Professuren, 15 Stellen von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 2 Verwaltungsstellen bekommen. In diesem Jahr seien es nochmals 2 Professoren- und 15 Mitarbeiterstellen, die ganz überwiegend dem Campus Landau zugute kämen. Heiligenthal versicherte, dass die dem Campus Landau bereits zugewiesenen Stellen nun auch zügig besetzt werden.
Zudem habe die Hochschule 200.000 Euro aus der Hochschulpaktreserve erhalten, da sie bereits im vergangenen Wintersemester ihre Verpflichtungen aus dem Hochschulpakt zu 91 Prozent erfüllt habe, so Ebling.
Auch von dem beabsichtigten Sondervermögen Wissen schafft Zukunft II im Umfang von 200 Millionen Euro, das der Ministerrat vor wenigen Wochen beschlossen habe, profitiere die Universität Koblenz-Landau. Neben der mittel- bis langfristigen Absicherung des Hochschulpakts und der Förderung der Spitzenforschung diene dieses Sondervermögen insbesondere der nachhaltigen Verbesserung der Studienbedingungen. Für die Universität Koblenz-Landau sei vorgesehen, aus diesem Programm 17 zusätzliche Stellen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu finanzieren.
Heiligenthal und Ebling betonten auch, dass dem durch steigende Studierendenzahlen erhöhten Raumbedarf durch den Bau eines neuen Nutzgebäudes mit Seminarräumen, Hörsälen und Büroräumen für rund 9,4 Millionen Euro spürbar Rechnung getragen werde.
"Mit dem Neubau werden einzelne Flächen, die bislang auf fünf Standorte verteilt sind, zusammengefasst und damit Synergieeffekte zugunsten von Lehrenden und Studierenden geschaffen", kommentierte Ebling. Die notwendigen Vorarbeiten liefen auf Hochtouren. Die Rohbauarbeiten begännen voraussichtlich im September dieses Jahres. Im Januar 2010 solle der Neubau der Hochschule übergeben werden.
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