Sachsen

Sachsens Hochschulen zählen immer mehr Stipendiatinnen und Stipendiaten

Erste Daten des Statistischen Landesamtes Sachsen und des sogenannten "Länderchecks", herausgegeben vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, zeigen: die sächsischen Hochschulen beteiligen sich mit vollem Einsatz am Deutschland-Stipendienprogramm. Das Programm geht auf die Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zurück und startete im Sommersemester 2011. Ziel ist es, eine neue bundesweite Stipendienkultur aufzubauen.

22.05.2012 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

"Die ersten Zahlen zeigen, dass sich die sächsischen Hochschulen der neuen Aufgabe stellen und sie sehr gut meistern", so die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, heute in Dresden.

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern und den USA hat Deutschland noch Nachholbedarf, was die zusätzliche Förderung von zukünftigen Akademikern anbelangt. Bundesweit erhalten bislang nur 3% aller Studierenden eine Stipendienförderung (inklusive staatlicher und privater Förderprogramme). Das Deutschland-Stipendienprogramm soll dem entgegenwirken. Ziel ist es, langfristig bis zu 8 % aller Studierenden eine Förderung zukommen zu lassen. Wie diese aussieht? Für eine Dauer von mindestens zwei Semestern sollen die Stipendiaten eine monatliche Förderung von 300 Euro erhalten – je zur Hälfte aus öffentlichen und privaten Mitteln finanziert. Bislang nehmen rund Dreiviertel aller staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen an dem Programm teil. So konnten in diesem Jahr bereits etwa 5300 von den rund 9400 möglichen Stipendien vergeben werden.

Als erstes Bundesland konnte das Saarland sein Stipendienkontigent zu 100 % ausschöpfen. Auch die Länder Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gehören der Spitzengruppe an. Auf Platz sechs liegt der Freistaat Sachsen, hinter Bayern. Die sächsischen Hochschulen konnten 62,7 % der maximalen Zahl der Stipendien vergeben. "Dies ist ein sehr erfreuliches Ergebnis für den Freistaat Sachsen", so die Wissenschaftsministerin. Den vordersten Platz bei der Stipendienvergabe sichert sich dabei die TU Dresden mit 150 Stipendien, gefolgt von der TU Bergakademie Freiberg mit 53. Die TU Chemnitz und die HTWK Leipzig zählen bisher jeweils 30 Stipendiaten. An der Universität Leipzig läuft derweil die Akquise um private Mittelgeber zu finden, da mangels nötiger finanzieller Mittel bislang keine Stipendien vergeben wurden. Sachsens Wissenschaftsministerin zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass auch an der Universität Leipzig bald die ersten Studierenden durch Deutschlandstipendien gefördert werden können. "Sicherlich ist aller Anfang schwer", so Sabine von Schorlemer weiter, "dies ist eine Herausforderung, aber sicherlich auch ein Chance für die Hochschulen. Der Erfolg ist letztlich abhängig von deren Bereitschaft dieses neue Förderinstrument aktiv zu nutzen und zu bewerben."


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