Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange fordert `Pakt für die Studierenden`
"Der Hochschulpakt II muss ein Pakt für die Studierenden werden", forderte Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, heute am Rande der gemeinsamen Wissenschaftskonferenz der Länder (GWK) in Berlin. Die GWK hatte sich zuvor darauf verständigt eine Arbeitsgruppe zur Fortschreibung des Hochschulpaktes über 2010 hinaus einzurichten.
16.07.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und TourismusEine Fortschreibung des Hochschulpaktes 2020 müsse von der Prämisse ausgehen, dass es nicht nur um die Schaffung zusätzlicher Studienplätze geht, sondern auch um die Qualität des Studiums, so Ministerin Dr. Stange. So solle der "Pakt für die Studierenden" vor allem die Qualität der Lehre im Auge haben. Bisher sähen sich viele Hochschulen in der buchstäblichen Zwickmühle - einerseits den Bologna-Prozess und damit verbunden die Forderung nach qualitativer Verbesserung der Hochschulausbildung umsetzen zu müssen und andererseits dem Hochschulpakt Folge zu leisten, mehr Studienanfängerinnen und Studienanfänger aufzunehmen. Es sei daher unabdingbar in die Überlegungen zur Fortschreibung des Hochschulpaktes die Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Qualitätsverbesserung von Lehre und Studium vom Juli dieses Jahres mit einfließen zu lassen.
Darüber hinaus müsse auch das Modell "Geld folgt Studierenden" eingeführt werden. Nur so könne der Zustrom der Studierenden in den kommenden Jahren bewerkstelligt und eine gerechte Verteilung der Lasten gesichert werden. "Damit bleibt die Bereitstellung von Studienplatzkapazitäten - insbesondere bei sinkenden landeseigenen Abiturientenzahlen -nicht länger eine finanzielle Belastung der Länder. Stattdessen wird ein positiver Wettbewerb der Länder um die Studierwilligen einsetzen, der vor allem durch die Qualität der angebotenen Studiengänge und Studienbedingungen vor Ort entschieden wird", so Ministerin Dr. Stange.
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