So viel Doktorandinnen wie nie zuvor in Bayern

Immer mehr Frauen an Bayerns Universitäten promovieren. Wie Wissenschaftsminister Thomas Goppel am Freitag in München mitteilte, wurden im Prüfungsjahr 2004 1394 Doktortitel an Frauen verliehen.

11.11.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Das sind gut 3 Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie nie zuvor. Im Vergleich zum Prüfungsjahr 1995 hat sich damit der Anteil der Doktorandinnen von etwa 31 auf rund 40 Prozent erhöht. "Wir müssen das Potenzial, das Wissenschaftlerinnen für unsere Hochschulen darstellen, so gut wie möglich nutzen", betonte der Minister. Zur Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses standen Bayerns Hochschulen im Jahr 2005 gut 4 Mio. Euro zur Verfügung, vor allem für Stipendien für Doktorandinnen, für Postdoktorandinnen sowie für Habilitationsstipendien. "Die Fördermaßnahmen greifen. Das zeigt der ständige Anstieg des Frauenanteils bei Promotionen und Habilitationen in den vergangenen Jahren", unterstrich Goppel. Bei den Habilitationen hat sich der Frauenanteil von knapp 10 Prozent im Jahr 1995 auf rund 21 Prozent im Jahr 2004 mehr als verdoppelt. Goppel: "Das ist zwar bereits ein erster Erfolg, das Ziel ist jedoch, den nach wie vor viel zu geringen Frauenanteil bei den Professuren weiter zu erhöhen. Deshalb möchte ich an die Hochschulen appellieren, bei der Qualifizierung ihres wissenschaftlichen Nachwuchses ein besonderes Augenmerk auf Frauen zu legen und qualifizierte Frauen dazu zu ermuntern, sich für eine Hochschullaufbahn zu entscheiden."


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