Sonderforschungsbereiche/Transregios der DFG: Zwei der bundesweit 10 Neubewilligungen sowie drei Verlängerungen gehen nach Bayern

Der Einrichtung eines neuen Sonderforschungsbereichs (SFB) sowie eines neuen Transregios unter Federführung einer bayerischen Universität sowie der Fortführung von drei bestehenden Sonderforschungsbereichen bzw. Transregios hat der Bewilligungsausschuss bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gestern zugestimmt.

20.11.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch betonte am Donnerstag nach der Entscheidung des Bewilligungsausschusses: "Bayerns Universitäten waren in dieser Bewilligungsrunde mit allen Förderanträgen erfolgreich. Zwei der bundesweit 10 Neubewilligungen gehen nach Bayern." Insgesamt erhalten fünf Vorhaben unter bayerischer Federführung die begehrte, hochkarätige Förderung. "Die Bewilligung von Sonderforschungsbereichen durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft ist eine Auszeichnung für die Qualität der Forschung an einer Universität", betonte Heubisch. Sonderforschungsbereiche werden nach einem strengen Begutachtungsverfahren mit hohen Qualitätsanforderungen vergeben und bedeuten für die Universitäten einen Zuwachs an Stellen und Mitteln für den jeweiligen Forschungsbereich. Von den Neubewilligungen profitiert die Universität Erlangen-Nürnberg: Sie kann nun einen neuen lokalen Sonderforschungsbereich sowie einen neuen Forschungsbereich im Verbund mit zwei weiteren Universitäten (Transregio) einrichten. Ihre bereits laufenden Sonderforschungsbereiche bzw. Transregios fortführen können auf Grund der Bewilligungsentscheidung die Universität München (2 SFB) und die Universität Würzburg.

Bayerische Universitäten sind derzeit an insgesamt 53 Sonderforschungsbereichen bzw. Transregios beteiligt.

Thematisch gehören die bewilligten Vorhaben überwiegend der Medizin und den Lebenswissenschaften an. Aber auch der Maschinenbau ist vertreten.

Der neue Sonderforschungsbereich "Steuerungsmechanismen mikrobieller Effektoren in Wirtszellen" (SFB 796) der Universität Erlangen-Nürnberg befasst sich im Bereich der Infektionsbiologie mit der Wechselwirkung zwischen pathogenen Effektoren und ihren Wirtszellen. Durch die Entschlüsselung der molekularen und strukturellen Mechanismen bzw. der Grundlagen der Interaktion sollen neue Erkenntnisse zur Krankheitsentstehung erarbeitet werden. Die grundlagenwissenschaftliche Arbeit des Verbunds bietet langfristig Potenziale für pharmakologische Anwendungen in der Medizin und der Landwirtschaft.

Unter dem Titel "Umformtechnische Herstellung von komplexen Funktionsbauteilen mit Nebenformelementen aus Feinblechen - Blechmassivumformung" (TRR 73) arbeiten Wissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg (Sprecherhochschule), der Universität Hannover und der Universität Dortmund zusammen. Im Mittelpunkt stehen die Erforschung neuer, robuster und flexibler Prozesstechnologien und die Entwicklung geeigneter Werkzeugsysteme bei mechanischen, aus Blechwerkstoffen zu fertigenden Systemen. Die auf dieser Grundlage erzielbare Funktionsintegration und Verkürzung der Prozesskette sind sowohl mit Blick auf die Ökologie als auch die Wirtschaftlichkeit von Produkten von großer Bedeutung.


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