Spatenstich Würzburg

Spatenstich für den neuen Gebäudekomplex des Rudolf-Virchow-Zentrums und des Zentrums für Infektionsforschung der Universität Würzburg; Goppel: "Exzellenzbereiche werden zusammengeführt und vernetzt"

28.07.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Mit einem festlichen Spatenstich haben die Bauarbeiten für den neuen Gebäudekomplex des Rudolf-Virchow-Zentrums und des Zentrums für Infektionsforschung der Universität Würzburg begonnen. Rund 62,5 Mio. Euro werden in das Neubauvorhaben auf dem Gelände des Universitätsklinikums Würzburg investiert, das nach seiner Fertigstellung über 9000 Quadratmeter Hauptnutzfläche umfassen soll. "Mit dem neuen Laborgebäude werden zwei Exzellenzbereiche der Universität Würzburg unter einem Dach zusammengeführt. Diese räumlich-fachliche Nähe erleichtert die Kommunikation und fördert die wissenschaftliche Vernetzung", so Wissenschaftsminister Goppel am Freitag in Würzburg.

Schon zu Beginn der 1990er Jahre hatte die Universität Würzburg die Erforschung von Infektionskrankheiten zu einem ihrer wissenschaftlichen Schwerpunkte gemacht, 1993 gründete sie das Zentrum für Infektionsforschung, das alle Würzburger Forschungs- und Lehraktivitäten auf diesem Gebiet koordiniert. Hierdurch entstand ein Netzwerk aus Wissenschaftlern der Biologie, Medizin, Physik sowie der Chemie und Pharmazie, das fächerübergreifend Mechanismen von Infektionserkrankungen erforscht. Das Zentrum genießt hohe nationale und internationale Anerkennung. Drei Sonderforschungsbereiche und zwei Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft sind hier neben einem "Network of Excellence" der Europäischen Union und weiteren Forschungsprogrammen angesiedelt. Zugleich forschen junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in vier infektionsbiologischen Nachwuchsgruppen. Neben dem Zentrum für Infektionsbiologie wird das Rudolf-Virchow-Zentrum der Universität Würzburg in dem Neubau maßgeschneiderte Arbeitsbedingungen erhalten. Um die Ansiedlung des DFG-Forschungszentrums hatte sich die Universität in einem bundesweiten Wettbewerb durchgesetzt. Das Rudolf-Virchow-Zentrum untersucht Schlüssel-Proteine - also Proteine, die über Krankheit und Gesundheit entscheiden können und ein Weg zu neuen Behandlungsmethoden sein könnten. Auch die Arbeit des Rudolf-Virchow-Zentrums ist durch Interdisziplinarität gekennzeichnet.

Wegen des großen Potentials der biomedizinischen Forschungsarbeiten finanzieren der Freistaat Bayern und die Universität Würzburg gemeinsam zusätzlich den Aufbau eines Zentrums für biologische Bildgebung, das die Abbildung von Schlüssel-Proteinen ermöglichen soll.

"Die Würzburger Biomedizin hat nicht nur für den nordbayerischen Raum und für die gesamte bayerische Forschungslandschaft außerordentliche Bedeutung, sie bringt im nationalen und internationalen Vergleich erstklassige Leistungen", so Goppel. "Das neue Gebäude für das Zentrum für Infektionsforschung und für das Rudolf-Virchow-Zentrum trägt dieser Bedeutung Rechnung und soll zugleich die erfolgreiche Fortsetzung und den Ausbau der biomedizinischen Forschungsaktivitäten in Würzburg ermöglichen", so der Minister weiter. Der Bezug des Gebäudekomplexes ist für das Jahr 2008 geplant.


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