Staatsminister Corts lobt Preis für exzellente Hochschullehre in Hessen aus

Hervorragende Lehre gehört nach Auffassung des Hessischen Ministers für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, zu den Grundlagen für gute Studienleistungen und damit nicht zuletzt auch für den späteren beruflichen Werdegang der Absolventen. Um die Qualität der Lehre als zentrales Kriterium für Spitzenhochschulen zu etablieren und als strategisches Ziel des Qualitätsmanagements zu profilieren, vergibt das Ministerium 2007 erstmals einen Preis für herausragende und innovative Leistungen in Lehre, Prüfung, Beratung und Betreuung an den hessischen Universitäten, Fach- und Kunsthochschulen. Für die künftig jährlich zu verleihende Auszeichnung hat der Minister Preisgelder von insgesamt 250.000 Euro zur Verfügung gestellt. Hinzu kommen weitere 125.000 Euro von der Hertie-Stiftung. Der hessische „Exzellenz in der Lehre“-Preis ist die höchstdotierte staatliche Ehrung dieser Art in Deutschland.

24.01.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Wissenschaftsminister Corts stellte das Konzept gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Konferenz der Hessischen Universitätspräsidenten, Prof. Dr. Stefan Hormuth (Gießen), und Prof. Dr. Michael Madeja, Geschäftsführer der gemeinnützigen Hertie-Stiftung, heute bei einer Pressekonferenz in Wiesbaden vor. Dabei verwies er auf die Veränderungen in der Hochschullehre durch die Umstellung der Studienstruktur auf Bachelor- und Masterabschlüsse. „Die aktive Rolle, die die Hochschullehrer eingenommen haben, ihre Fähigkeit, sich für diesen Teil ihrer Aufgabe zu engagieren und ihn nicht als notwendige Last des Alltags hinzunehmen, möchte ich mit diesem Preis herausstellen und auch belohnen.“ Im Hinblick auf die vom Landtag beschlossene Einführung von allgemeinen Studienbeiträgen zum Wintersemester 2007/2008 fügte der Minister hinzu: „Die Studierenden werden in Zukunft sehr genau hinsehen, was ihnen in diesem Zusammenhang für ihr Studium geboten wird. Diese kritische Haltung begrüße ich, und ich will sie gern unterstützen.“

Der Preis zielt auf die Entwicklung und die Umsetzung von Lehrkonzepten und innovativen Prüfungsmethoden. Dabei sollen nicht nur Entwürfe als solche ausgezeichnet werden, sondern vielmehr Personen, Arbeitsgruppen oder Organisationseinheiten, die solche Konzepte erarbeiten und verwirklichen. Zu den Kriterien für eine gute Lehre zählte der Minister neben entsprechendem Engagement beispielsweise Forschungsbezogenheit, hochschuldidaktisches Knowhow oder die Fähigkeit zur Teamarbeit.

Die Hochschulen sollen unter Beteiligung der Studierenden jeweils ein internes Antragsverfahren für Anmeldungen zu dem Preis organisieren. Es können dann bis zu fünf Vorschläge je Hochschule vorgelegt werden. Das Preisgeld wird in der Regel folgendermaßen aufgeteilt: Für den 1. Preis 50.000 Euro, 2. Preis 25.000 Euro, 3. Preis 20.000 Euro. Die restliche Preissumme wird in Teilen zu jeweils 10.000 Euro vergeben.

Die Vorschläge werden von einer Gutachtergruppe bewertet, die vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst eingerichtet wird. Mitglieder sind Prof. Dr. Claudia Maria Aymar (Fachhochschule Wiesbaden), Prof. Dr. Albrecht Beutelsbacher (Justus-Liebig-Universität Gießen), Prof. Dr. Peter Steinbach (Universität Karlsruhe TH), Prof. Dr. Ulrich Teichler (Universität Kassel), Prof. Dr. Matthias Wagner (Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt) und ein Vertreter der gemeinnützigen Hertie-Stiftung.

Der Preis „Exzellenz in der Lehre“, für den die Bewerbungsfrist bis zum 20. April läuft, wird erstmals am 22. Juni 2007 vergeben, und zwar im Rahmen einer akademischen Feier am Ort des ersten Preises.


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