Staatsministerin Barbara Ludwig: Exzellenzinitiative ist Sprungbrett für die Spitzenuniversitäten des Landes in die Weltklasse
Die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Barbara Ludwig, hat heute die Antragsskizzen von vier staatlichen sächsischen Universitäten beim Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker, eingereicht.
30.09.2005 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und TourismusBarbara Ludwig, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst: "Die Exzellenzinitiative ist ein Sprungbrett für die Spitzenuniversitäten des Landes in die Weltklasse. Unsere Universitäten haben lange auf eine solche Chance gewartet und sind gut vorbereitet. Auch wenn die Konkurrenz deutschlandweit groß ist, stehen die Chancen gut: Unsere Universitäten konzentrieren sich in ihren Bewerbungen auf Bereiche, in denen sie bereits Spitzenpositionen einnehmen. In ihren Wettbewerbskonzepten zeigen sie, wie sie sich mit entsprechender Förderung im internationalen Vergleich noch besser behaupten können - und genau das ist das Ziel des Programms."
Mit zehn Antragsskizzen für Exzellenzcluster zur Förderung der Spitzenforschung und sieben Antragsskizzen für Graduiertenschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses bewerben sich die Technische Universität Dresden, die Universität Leipzig, die Technische Universität Chemnitz und die Technische Universität Bergakademie Freiberg bei der ersten Vergaberunde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder.
Die Technische Universität Dresden sieht ihre Kernkompetenzen zum einen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften und hier vor allem in den Bereichen Materialwissenschaften (insbesondere Biomaterialien), molekulare und medizinische Materialforschung und in der besonders zukunftsträchtigen Nanotechnologie sowie der Informationssystemtechnik und Wasserforschung. Zum anderen sind in Dresden die Medizin und die Geisteswissenschaften weitere wichtige Kompetenzfelder, mit denen die Universität ihre Exzellenz nachweisen will.
Die TU Bergakademie Freiberg bewirbt sich mit Antragskizzen, die ihren Schwerpunkt im Bereich der Montanwissenschaften und der nachhaltigen Energiewirtschaft haben. Auch die Universität Leipzig und die Technische Universität Chemnitz konzentrieren auf die Wissenschaftsgebiete, die ihre jeweilige Forschungsidentität bestimmen. So spannt die Universität Leipzig den Bogen von den Naturwissenschaften über die Medizin bis zu den Geisteswissenschaften. Die TU Chemnitz sieht sich im Bereich Nanotechnik am besten aufgestellt.
Die Exzellenzinitiative umfasst eine Förderung von 1,9 Milliarden Euro für den Zeitraum von 2006 bis 2011, finanziert durch Bund und Länder. Dabei sollen etwa 40 Graduiertenschulen mit jeweils rund 1 Million Euro pro Jahr und etwa 30 Exzellenzcluster mit jeweils rund 6,5 Millionen Euro pro Jahr gefördert werden. Die jetzt eingereichten Antragsskizzen der Universitäten - für die dritte Förderlinie "Zukunftskonzepte" ist Antragstermin der 14. Oktober 2005 - werden von Gutachtern bewertet. Auf der Grundlage einer Bewertung dieser Ergebnisse wird die Gemeinsame Kommission von DFG und Wissenschaftsrat Universitäten zur Antragstellung auffordern. Antragseingang ist für das Frühjahr 2006 geplant. Über die begutachteten Anträge entscheidet der Bewilligungsausschuss der DFG (Gemeinsame Kommission und Wissenschaftsminister von Bund und Ländern) auf der Grundlage der Empfehlungen voraussichtlich Ende Oktober 2006. Vorgesehen sind zwei Ausschreibungsrunden, wobei die Bewilligungen für die erste Runde im Jahr 2006 und die Bewilligungen für die zweite Runde im Jahr 2007 vorgesehen sind. Der Förderzeitraum beträgt jeweils fünf Jahre.
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