Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange: "Qualität der Lehre darf nicht hinter exzellenter Forschung zurückbleiben"
"Zu viele Studierende brechen ihr Studium auf Grund mangelnder Qualität bei der Lehre und bei der Studienorganisation ab. Es ist höchste Zeit, dass sich da etwas bewegt", sagte Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, heute, nachdem der Wissenschaftsrat auf seiner turnusmäßigen Sitzung in Berlin Empfehlungen zur Verbesserung der Qualität der Lehre verabschiedet hatte.
04.07.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und TourismusIn den vergangenen Jahren hätten die Hochschulen vor allem in der Forschung hervorragendes geleistet, die Lehre sei dabei zum Teil stiefmütterlich behandelt worden. "Die Qualität der Lehre darf nicht hinter exzellenter Forschung zurückbleiben."
Für Sachsen kündigte die Ministerin eine eigene Landesinitiative zur Qualitätssicherung der Lehre an. Das neue Hochschulgesetz, das in der kommenden Woche vom Landtag verabschiedet und Anfang 2009 in Kraft treten soll, werde die Qualitätssicherung zu einer Kernaufgabe der Hochschulen machen. Nach der Sommerpause, so Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange, werde sie alle Beteiligten zu einer Fachtagung in Leipzig zum Thema Qualitätssicherung an Hochschulen an einen Tisch bitten. Die Fachtagung, die sich mit der Frage "Exzellente Lehre – Brauchen unsere Hochschulen eine Qualitätsoffensive?" beschäftigt, richte sich an die sächsischen und weitere Hochschulen im mitteldeutschen Raum.
"Das Image der Hochschulen wird sich in Zukunft noch stärker als bisher an der Lehrqualität messen lassen müssen", so Ministerin Dr. Stange. Deshalb müsse die Qualität der Lehre für die im Wettbewerb stehenden Hochschulen mindestens genauso wichtig sein, wie die Qualität der Forschung.
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