Staatssekretär Dr. Birk unterzeichnet Letter of Intent mit Provinzregierung von Ontario - "Wissenschaftlichen Austausch fördern"

Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Dietrich Birk hat als Mitglied der Delegation von Minister Willi Stächele bei dem Besuch in der kanadischen Provinz Ontario zusammen mit Christopher Bentley, dem dortigen Minister für Hochschulen und Universitäten, einen "Letter of Intent" zur weiteren Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wissenschaft unterzeichnet. Die Reise stand im Zusammenhang mit der letzten Nordamerikareise von Ministerpräsident Günther H. Oettinger im November 2005, wo im Gespräch mit Kanadas Premierminister Dalton Mc Guinty die Erneuerung und Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Ontario und Baden-Württemberg vereinbart wurde.

20.10.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Baden-Württemberg und Ontario verbindet seit über 16 Jahren eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, die durch die Unterzeichnung des Letter of Intent zur Kooperation im Hochschul- und Wissenschaftsbereich noch weiter vertieft wird. Durch den Austausch von Studierenden und jungen Wissenschaftlern bereichern wir nicht nur die Erfahrungen Einzelner; beide Regionen rücken so auch näher zusammen", erklärte Staatssekretär Dr. Birk am 20. Oktober in Stuttgart zu der Unterzeichnung des "Letter of Intent".

Die Gespräche mit der Kulturministerin von Ontario, Caroline Di Cocco, verliefen nach den Worten des Staatssekretärs sehr vielversprechend: "Ontario ist bereit, eine Reihe von Projekten im bilateralen Kulturaustausch zu unterstützen." Es gebe zum Beispiel konkrete Überlegungen zur Kooperation des Royal Ontario Museum mit Museen in Baden-Württemberg oder der Akademie Schloss Solitude mit dem Ontario Arts Council. "Das Interesse in Ontario an einem Kulturaustausch mit Baden-Württemberg ist sehr groß, wie man etwa an der enthusiastischen Publikumsresonanz beim Konzert des Stuttgarter Kammerchors sowie beim Bachfestival unter Leitung von Helmuth Rilling ermessen konnte", so Staatssekretär Birk.

Der vereinbarte "Letter of Intent" im Einzelnen (gekürzt):

Studiengebührenfreies Austauschprogramm zwischen Ontario und Baden Württemberg für Studierende

Beide Partner werden den Austausch von jährlich 50 Studierenden an Universitäten aus jedem Land und allen Fachbereichen, insbesondere aus den Natur-, Technik- und Ingenieurwissenschaften, finanziell unterstützen, einschließlich eines einmonatigen Deutsch-Intensivkurses für Studierende aus Ontario, der von Baden-Württemberg angeboten wird. Darüber hinaus begrüßen beide Parteien die Absicht der Fachhochschulen in Baden-Württemberg, zu prüfen, ob und inwiefern eine internationale Zusammenarbeit mit Hochschulen in Ontario möglich ist. Beide Parteien vereinbaren zu prüfen, ob und inwiefern in Bereichen beiderseitigen Interesses ein studiengebührenfreier Studierendenaustausch zwischen den Colleges in Ontario (Colleges of Applied Arts and Technology) und den Berufsakademien in Baden-Württemberg mit dem Ziel einer praxisnahen Ausbildung möglich ist.

Entwicklung eines Austauschprogramms zwischen Ontario und Baden-Württemberg im Bereich der Forschung

Beide Partner werden sich bemühen, den Austausch von Studierenden der höheren Semester sowie von Diplomanden und Doktoranden zu ermöglichen, wobei der fachliche Schwerpunkt auf Forschung und Innovation in den Natur-, Technik- und Ingenieurwissenschaften liegen soll; in diesem Zusammenhang wollen beide Partner Möglichkeiten für kurzzeitige Laborpraktika und die Teilnahme an Forschungsprojekten im jeweils anderen Land prüfen.

Darüber hinaus bemühen sich beide Partner darum, gemeinsame Aktivitäten und Projekte ihrer jeweiligen Hochschulen zu fördern; hierzu zu gehören insbesondere integrierte Studiengänge, gemeinsame Studienprogramme, Grundlagen- und anwendungsnahe Forschung sowie technologische Entwicklungen.

Die Partner verpflichten sich weiterhin dazu, spezifische Programme, Vereinbarungen und Aktivitäten zu entwickeln und zu unterstützen, um den gegenseitigen Austausch von Professoren, Dozenten und Mitarbeitern ihrer jeweiligen Hochschulen zu fördern.


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