Inklusion

Studentenwerke unterstützen die "Hochschule für Alle"

- "Teilhabe statt Fürsorge" für Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit - Studentenwerke beschließen Bestandsaufnahme in ihren Arbeitsbereichen - Orientierung an UN-Behindertenrechtskonvention und Empfehlung "Eine Hochschule für Alle" der Hochschulrektorenkonferenz

01.12.2010 Pressemeldung Deutsches Studierendenwerk

Die 58 Studentenwerke in Deutschland bekennen sich zu den Zielen der UN-Behindertenrechtskonvention und zu der Empfehlung "Eine Hochschule für Alle" der Hochschulrektorenkonferenz, für Menschen mit Behinderung einen "diskriminierungsfreien und chancengleichen Zugang" zu Hochschulbildung und zum Lebenslangen Lernen zu sichern. Auf ihrer Jahresversammlung beschlossen die im Deutschen Studentenwerk (DSW) zusammengeschlossenen Studentenwerke, ihre vielfältigen Arbeitsbereiche an Deutschlands Hochschulen daraufhin zu prüfen. "Chancengleichheit ist die oberste Maxime der Studentenwerke", betonte DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat, "und das gilt besonders für Studierende mit Behinderung und chronischer Krankheit".

Bund und Länder bereiten derzeit Aktionspläne zur Umsetzung der UN-Behinderten-rechtskonvention vor, während die Hochschulen zur Situation von Studierenden mit Behinderung oder chronischer Krankheit eine Bestandsaufnahme erstellt haben und nun Verbesserungen einleiten.

"Das wollen und werden die Studentenwerke auch tun und binnen eines Jahres kritisch prüfen, wo es noch Barrieren gibt", erläuterte Dobischat einen Beschluss der mehr als 150 Studentenwerks-Delegierten.

Derzeit sind 8% der Studierenden durch eine Behinderung oder chronische Krankheit in ihrem Studium beeinträchtigt.

Die Zahl stammt aus dem Jahr 2006, als die 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden durchgeführt wurde. Mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) soll 2011 eine bundesweite Befragung von Studierenden mit Behinderung oder chronischer Krankheit durchgeführt werden, um neuere Daten zu ihrer Situation zu ermitteln. Die Regie liegt in Händen der DSW-Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung, die seit 28 Jahren vom BMBF gefördert wird. Die Ergebnisse werden für 2012 erwartet.

Mehr zur Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des Deutschen Studentenwerks: www.studentenwerke.de/behinderung


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden