Studienfinanzierung: Die Wirtschaft ist gefordert

(bikl.de) Das Deutsche Studentenwerk (DSW) hat jetzt die Wirtschaft aufgefordert, mit Praktika, Nebenjobs oder Stellen für Werkstudenten mehr jungen Menschen bei ihrer Studienfinanzierung zu helfen. DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde forderte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ), "dass die Wirtschaft endlich ihre vollmundigen Versprechen halten soll". Es sei dringend nötig, dass mehr Kindern aus einkommensschwächeren Familien ein Studium ermöglicht werde.

13.07.2007 Artikel
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Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamts ist die Zahl der BAföG-Empfänger erstmals seit sechs Jahren gesunken. Die Folgen in Kombination mit der Einführung von Studiengebühren sind nach Einschätzung des Studentenwerks fatal: Bereits jetzt würden weniger junge Menschen ein Studium beginnen. Vor allem Kinder aus der unteren Mittelschicht hätten es schwer, da die Eltern wenig verdienten, aber keine Förderung möglich sei. "So verfehlt Deutschland bei weitem sein Ziel, die Akademikerquote auf 40 Prozent zu heben", sagte Meyer auf der Heyde gegenüber der NOZ.

Die Wirtschaft müsse mehr Angebote machen, um eine Hochschulausbildung zu finanzieren: "Zu viele Studenten müssen sich derzeit mit irgendwelchen Aushilfsjobs durchschlagen", so Meyer auf der Heyde. Wenn aber die Erwerbstätigkeit neben dem Studium auch fachliche Kenntnisse vermitteln würde, könnten beide Seiten davon profitieren.

Es genüge auch nicht, wie geplant die Fördersätze beim BAföG und die Freibeträge für Eltern zu erhöhen. "Langfristig müssen wir das BAföG neu gestalten", forderte Meyer auf der Heyde. So sei unter anderem die Altersbegrenzung bei der Förderung auf 30 Jahre nicht mehr zeitgemäß. "Wer heute einen Bachelorabschluss macht, anschließend ein paar Jahre berufstätig ist und sich dann mit einem Master weiterqualifizieren ist, ist häufig schon für das BAföG zu alt."


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