"Studiengebühren privatisieren die Bildungskosten und sind unsozial"

"Studiengebühren sind unsozial und bedeuten eine Privatisierung von Bildungskosten. Die Erhebung von Studiengebühren ist weder unumgänglich noch finanzpolitisch notwendig. Vielmehr geht es der Landesregierung vor allem um eine weitere soziale Hürde beim Hochschulzugang und im Studium. Dagegen setzen sich die Studierenden zu Recht zur Wehr und können dabei auf die Unterstützung der GEW Hessen zählen", erklärte die stellvertretende Landesvorsitzende der GEW Hessen, Carmen Ludwig am Freitag in Frankfurt.

11.05.2007 Hessen Pressemeldung GEW Hessen

Die GEW Hessen steht beim Widerstand gegen die Studiengebühren an der Seite der Studierenden und fordert die Landesregierung erneut zur Rücknahme des verfassungswidrigen Gesetzes auf. Gemeinsam mit den Studierenden und dem DGB führt die GEW in Hessen derzeit die "Verfassungsklage von unten" durch. Knapp 40.000 Bürgerinnen und Bürger haben bereits unterschrieben. "Die Landesregierung muss endlich zur Kenntnis nehmen, dass das Gebührengesetz keinen Rückhalt in der hessischen Bevölkerung hat", sagte Ludwig weiter.

Die GEW Hessen wird auch den geplanten Gebührenboykott an den Hochschulen unterstützen. Der Boykott von Studiengebühren stellt nach Ansicht der Bildungsgewerkschaft ein legitimes Mittel kollektiver Interessenvertretung dar. Die Risiken eines Boykotts lassen sich minimieren, wenn sich möglichst viele Studierende beteiligen. "Dies kann man beispielsweise durch eine entsprechende Quorumsregelung sicherstellen", so Ludwig weiter. Die Einrichtung eines Treuhandkontos unter anwaltlicher Aufsicht und die von den Vollversammlungen festgelegten Quorumsregelungen garantieren, dass der Boykott nur bei Erreichen des Quorums durchgeführt wird.

"Die GEW Hessen wird alle Anstrengungen unternehmen, um die durch Studiengebühren aufgebauten weiteren sozialen Barrieren beim Zugang zu Bildung in Hessen zu verhindern", so Ludwig abschließend.

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GEW Hessen

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